Dieses Mal hatte der Gemeinderat ein ungewöhnliches Thema auf der Tagesordnung: Ein Bürger nutze ein Gässchen zwischen seinem Anwesen und einer Freifläche für seine Hühnerhaltung, und "Nachbarn fühlen sich durch die Emission belästigt", heißt es in einer Beschlussvorlage. Gemeinderat Harald Klopf (Bürgerliste) habe deshalb beantragt, jegliche Nutzung dieses Gässchens durch Privatpersonen zu untersagen.
Bürgermeister Zehner hielt einen Beschluss für unnötig, da der Hühnerhalter inzwischen zugesagt habe, dass Gässchen nicht mehr zu nutzen. "Die Hühner sind bei Nachbarn, auf der Gasse und in meinem Garten. Sie haben Salat abgefressen. Das ist aus meiner Sicht nicht in Ordnung, hier Hühner zu halten", erwiderte Harald Klopf, und: "Ich will einen Beschluss, das ist unzumutbar für die Anlieger." Er bekam ihn. Sieben Gemeinderäte waren für das Verbot, nur Bürgermeister Zehner stimmte dagegen.
Klopf beantragte auch, dass sich der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung mit Schlammlöchern in einer Querverbindung zwischen der Schulzen- und der Scherzergasse, die ebenfalls zum Streit geführt haben, beschäftigt. Das lehnte das Gremium allerdings bei Stimmengleichheit ab. mdb