Der Landkreis Erlangen-Höchstadt investiert in die Infrastruktur. Schwerpunkt ist dabei in diesem Jahr der Ausbau des überregionalen Radwegenetzes . Viele andere Kreise könnten das im aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfeld nicht mehr, stellt Landrat Alexander Tritthart (CSU) fest. Für ihn ist in Sachen Infrastruktur ein wichtiger Schritt die Weiterführung des Radwegs an der Kreisstraße ERH 16 von Neuhaus Richtung Süden bis zur neuen Brücke über die A 3.
Arbeiten gehen los
Am Freitag erfolgte für diesen 326 Meter langen Geh- und Radwegabschnitt der Spatenstich. Bei regnerischem Wetter erinnerte Tritthart vor Mitgliedern des Kreis-Bauausschusses und der beteiligten Firmen daran, dass Erlangen-Höchstadt schon 2014 darauf gedrungen habe, beim sechsstreifigen Ausbau der A 3 die neue Autobahnbrücke auch gleich mit einem Radweg zu versehen.
Der Weg über die Brücke und ein erster Abschnitt Richtung Neuhaus sind bereits fertig. Bei den restlichen 326 Metern habe es Verzögerungen gegeben. Schwierigkeiten bei der Planung hätten hauptsächlich am Wasserrecht, an der von der Naturschutzbehörde geforderten Schaffung von Ausgleichs- und Ersatzflächen und am Grunderwerb gelegen.
Die Grundstücksverhandlungen wurden von der Gemeinde Adelsdorf übernommen. Das Höchstadter Ingenieurbüro Valentin Maier hat geplant, den Bau führt jetzt die Bamberger Firma Anton Höllein aus. Am 22. Juni soll es losgehen. Tritthart sieht in dem neuen Radweg auch eine Anbindung an das künftige Gymnasium in Hannberg. Gestartet wird in einem ersten Abschnitt mit dem Bau des Geh- und Radwegs. Im Anschluss lässt der Landkreis auch gleich die komplette Decke seiner Kreisstraße zwischen Autobahnbrücke und Neuhaus sanieren. In den Sommerferien soll dann die ERH 16 vorübergehend gesperrt werden, um neben der Deckensanierung auch eine Querungshilfe einzubauen.
604.000 Euro Gesamtkosten
Die Gesamtkosten für Radweg und Deckensanierung sind einschließlich Planung und Grunderwerb auf 604.000 Euro veranschlagt.
Wie der neue Adelsdorfer Bürgermeister Nico Kauper (CSU) beim ersten Spatenstich wissen ließ, werde sich seine Gemeinde mit knapp 60.000 Euro daran beteiligen. Für den Geh- und Radweg sind 450.000 Euro förderfähig, auf die der Kreis einen Zuschuss von bis zu 75 Prozent erwartet.