Die Ära Klaus Hacker (Oberreichenbach) und Klaus Schumann ( Aurachtal ) ist vorbei. Für die beiden langjährigen Rathauschefs und Führungskräfte der Verwaltungsgemeinde (VG) Aurachtal haben jetzt die frisch gewählten Jan Heller und Sandra Berlacher das Zepter übernommen.

Traditionell ist Heller als Oberhaupt der größeren Gemeinde zum Vorsitzenden gewählt worden. Für ihn hatten sieben der acht VG-Vertreter das Kreuz gesetzt. Vollkommen geschlossen wählte das Gremium Sandra Berlacher aus Oberreichenbach als dessen Stellvertreterin. Beide hatten sich gegenseitig vorgeschlagen und demonstrierten dadurch Einigkeit.

Dass sie für die VG an einem Strang ziehen möchten, hatte Heller sofort erklärt, als die Wahlergebnisse feststanden. Schon die ersten Gespräche zwischen Berlacher und ihm hätten eine gute Zusammenarbeit gezeigt. Sowohl Berlacher als auch er wollten dem Wohl beider VG-Orte dienen. Enge und effektive Zusammenarbeit sei dafür der Schlüssel. Gerade deswegen sei es ganz entscheidend, dass die beiden Führungspersonen der VG die Bürgermeister der beiden Gemeinden seien.

Für die nächsten Jahre können die beiden auf eine solide Finanzbasis bauen. Denn die bisherigen Amtsinhaber Hacker und Schumann haben für die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft gut gewirtschaftet. „Durchweg positiv“ sei das Haushaltsbild, freute sich Heller über die ideale Grundlage für seinen Start.

Die traditionell größten Posten für die Ausgaben seien Schule und Personal. Trotzdem habe es die VG geschafft, dass für den Vermögenshaushalt rund 42.000 Euro übrig waren sowie 41.000 Euro als Rücklagen dienen konnten. Schuldenfreiheit für die Verwaltungsgemeinschaft ist gegeben, so dass die Mitglieder für das Rechnungsjahr 2025 geschlossen ihre Entlastungen gaben.

Außerdem entschieden die VG-Mitglieder über die künftigen Entschädigungen des neuen Führungsduos. 650 Euro pro Monat gibt es für den Vorsitzenden Heller, für Berlacher als Vize werden 216,67 Euro gezahlt, was einem Drittel entspricht.

Für die Gemeinden der VG werden die beiden ergänzend als Eheschließungsbeamte die Heiratswilligen der Region trauen. Die beiden Rathausoberhäupter, für die ein Spezialkurs als Grundlage zur Umsetzung der Zeremonien dient, dürfen jetzt Paaren im gesamten VG-Gebiet den Bund der Ehe als „Dienstleistung“ anbieten.

„Das ist mal was Schönes“, lachte Jan Heller, dessen Kurs für den Juli ansteht. Berlacher darf den Job der Standesbeamtin schon seit November letzten Jahres machen.

Klassischerweise diente das erste Treffen der VG-Mitglieder der Bestellung der Räte in den einschlägigen Gremien.

Für die Sitzungen der Verbandsversammlung des Zweckverbands für Informationstechnik Franken werden als Vertreter der VG Jan Heller und Sandra Berlacher sowie die VG-Geschäftsleiterin entsandt. Wegen des Wechsels der Geschäftsleiterin ist künftig Andrea Tiefel bestellt.

VG-Räte für die Versammlungen des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz sind künftig Jan Heller und die ab 1. Juli tätige Andrea Tiefel.