Ein Team von Studierenden der Friedrich-Alexander-Universität ( FAU ) hat bei der Asian Supercomputer Challenge (ASC) einen herausragenden Erfolg erzielt. Das Team „FAUltier“ überzeugte beim Finale des weltweit größten studentischen Supercomputerwettbewerbs als bestes internationales Team und holte den „First Prize“.
Die ASC gilt als die größte der drei internationalen Student Cluster Competitions. Während die Wettbewerbe im Rahmen der Supercomputing Conference in den USA und der International Supercomputing Conference in Deutschland besonders prestigeträchtig sind, versammelt die ASC regelmäßig die meisten Teilnehmenden: In diesem Jahr qualifizierten sich 25 Teams für das Finale in Wuxi, China, nachdem mehr als 100 Teams an der virtuellen Vorrunde teilgenommen hatten.
Im Zentrum aller Student Cluster Competitions steht eine ähnliche Herausforderung: Die Studierenden müssen einen selbst aufgebauten Hochleistungsrechner betreiben und damit innerhalb eines engen Zeitfensters eine Vielzahl anspruchsvoller wissenschaftlicher und technischer Aufgaben lösen. Dazu gehören klassische Leistungstests ebenso wie Anwendungen aus der Strömungsmechanik, Molekülsimulation, Genomforschung, Wettermodellierung oder künstlichen Intelligenz.
Besonders anspruchsvoll ist dabei das vorgegebene Powerlimit. Während moderne Supercomputer Leistungen im Megawattbereich erreichen können, dürfen die Wettbewerbssysteme je nach Veranstaltung lediglich zwischen fünf und zehn Kilowatt aufnehmen.
Bei der ASC lag die Grenze bei nur fünf Kilowatt – die Computersysteme waren jedoch immer noch um einen Faktor 100 schneller als aktuelle High-End-Laptops. Mit dieser Beschränkung mussten die Teams komplexe wissenschaftliche Anwendungen unter anderem im Bereich KI, Quantensimulation und Klimamodellierung möglichst effizient ausführen.
Doch schnelles Rechnen allein reicht nicht aus. Die Studierenden müssen ihre Systeme selbst zusammenbauen, installieren, administrieren und optimieren. Gefragt sind daher Kenntnisse in Systemadministration, Rechnerarchitektur, paralleler Programmierung und wissenschaftlichem Rechnen.
Gleichzeitig erfordert der Wettbewerb ausgeprägte Teamfähigkeit, Zeitmanagement und die Fähigkeit, unter hohem Druck auf unerwartete Herausforderungen zu reagieren sowie Kommunikationstalent beim Präsentieren der erbrachten Ergebnisse vor einer Expertenjury.
Für das FAU-Team, bestehend aus Lorenz Löwe, Anton Wiede, Malte Fischer, Frederik Janssen und Adrian Lachmann mit der Betreuerin Melanie Heckel, zahlte sich die intensive Vorbereitung aus. red