Wenn Anfang des Jahres 2022 das staatliche Sonderförderprogramm gegen Sturzfluten neu aufgelegt wird, will die Marktgemeinde einen Antrag stellen. Mit dem Programm unterstütze das Umweltministerium die Kommunen bei der Vorsorge für solche Regenereignisse. Maßgeschneiderte Konzepte für den bestmöglichen Hochwasserschutz könnten damit geschaffen werden, erläuterte Bürgermeister Klaus Faatz. Aus der Erfahrung der diesjährigen Starkregenereignisse, die vor allem in Decheldorf Schäden verursachten, möchte Faatz ein Risikomanagement in Angriff nehmen. Wie bei der Erstauflage des Programms in diesem Jahr, soll der Fördersatz auch künftig bei 75 Prozent liegen. Auf der Basis von Einwohnerzahlen und Fläche wurden die Kosten für Mühlhausen auf rund 100 000 Euro geschätzt.

Einige Räte standen dem Vorschlag des Bürgermeisters durchaus skeptisch gegenüber: „Was erreichen wir damit?“, fragte Reinhard Kirchner. Der Abwasserkanal werde dadurch auch nicht größer.

Im Zuge der Untersuchung werde berechnet, wie viel Wasser auf dem gesamten Einzugsgebiet der Gemeinde bei solchen Ereignissen zusammenkommt, erklärte Faatz. Diese Berechnung sei für das Volumen von Regenrückhaltebecken ausschlaggebend.