Menschen spenden Kleidung, Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs für die Ukraine. Kann es sein, dass private Spenden in der Mülldeponie verbrannt wurden?

Solche Behauptungen kursieren zumindest in den sozialen Netzwerken . Dazu ein Foto, das angeblich Spenden zeigt, die in der Oberpfalz entsorgt wurden, die jedoch zu großen Teilen aus der privaten Sammelaktion in Erlangen stammen sollen. Der BR-Faktenfuchs hat sich der Sache angenommen.

Er hat herausgefunden, dass das Foto in Auerbach bei einer Spedition aufgenommen wurde. Konstantin Steinhauser vom RKT (Rettungsdienst) erklärt gegenüber dem Faktenfuchs, dass man tatsächlich Sachspenden, die für die Ukraine unbrauchbar seien, aussortiert habe. Dazu zählen Kisten voll mit Bikinis, Badeschuhen, Dessous und Krawatten. Sogar benutzte Unterwäsche soll dabei gewesen sein. Das alles und der Verpackungsmüll wurden ordnungsgemäß in der örtlichen Müllverbrennung entsorgt. In den sozialen Medien wurde sogar behauptet, man würde Lkws leerräumen, um Waffen zu liefern. „Das lässt jeden unserer Helfer fassungslos werden“, so Steinhauser.

Insgesamt sollen 14 Container ins Müllkraftwerk Schwandorf zur Verbrennung geliefert worden sein. Allgemein seien Kleiderspenden (noch) nicht erwünscht. Doch davon sei viel aus Erlangen gekommen. ew