Leserbrief zum Artikel „168 Kerzen für die Opfer der Pandemie in ERH“ vom 7. Februar:

168 Todesfälle , mit oder an Covid gestorben , sind sicherlich 168 zu viel. Stellt man allerdings diese Zahl den Einwohnerzahlen des Landkreises ERH mit rund 138 000 gegenüber, so kommen wir auf einen prozentualen Anteil von 0,06 Prozent pro Jahr ab 2020.

Wir werden künftig mit diesem Virus und anderen Viren weiterhin leben müssen, so wie die Menschheit seit Anbeginn mit Viren und Infekten leben muss. Andere Länder machen es uns bereits vor, indem sie alle einschränkenden Maßnahmen und Nachweise aufheben oder schon länger aufgehoben haben. Jedem Erwachsenen bleibt es unbenommen, sich Impfungen verabreichen zu lassen, das ist völlig legitim. Auch wenn zum Beispiel die Covid-Impfung nachweislich nicht wirkungsvoll ist. Jedoch muss sich jeder der eigenen Verantwortung bezüglich seiner Gesundheit selbst stellen. Und hier sollte sich keine Staatsmacht anmaßen, in grund- und völkerrechtliche Gesetze einzugreifen, die erwachsenen Menschen diese Eigenverantwortlichkeit zugestehen.

Jene Mitbürger, die sich an Spaziergängen oder Demos beteiligen, laufen nicht einfach irgendjemand mit obskuren Zielen hinterher. Sie wissen genau, was sie tun und wofür sie auf die Straße gehen. Nimmt man sich die Zeit und den Mut mitzuspazieren, lernt man auch die Menschen dahinter kennen – friedliche, sympathische, auch besorgte, jedoch sehr informierte Leute aller Alters- und Berufsgruppen ohne direkte politische Haltung oder Färbung. Extremisten sind weder in Höchstadt noch anderswo geduldet oder gar gern gesehen. Es handelt sich keineswegs um Personen von „ganz rechts außen“ (ganz links außen dürfte man ja wohl sein).

Wer auch immer sich regierungskritisch äußert oder sich gar erlaubt, Regierungsmaßnahmen zu hinterfragen, wird seit langem von der Politik und dem Mainstream erbarmungslos in die rechte Ecke gedrängt. Wobei dieses „rechts“ und „links“ nur hierzulande in den Köpfen spukt – als ob es keine Mitte gäbe.

Und ja, die im Artikel angesprochene Äußerung, auch andere Interessen stünden im Hintergrund, kann bestätigt werden. Neben der Forderung nach einer freien Impfentscheidung führt man noch etwas ganz, ganz Böses im Schilde, nämlich die Bestrebung, auch künftig ein Leben in Würde, Freiheit und Selbstbestimmung für sich und die nächsten Generationen führen zu können.

Die sogenannten Spaziergänger mussten bereits und müssen viel aushalten an Diffamierung, Ausgrenzung, Angriffen, Spott, Häme, polizeilichen Übergriffen usw. Den vom Volk ins Amt gewählten Regierenden, die sich so sehr aufs Herrschen und Belehren, Vorschreiben und Bevormunden, Zuckerbrot und Peitsche verstehen, sei allerdings dringend geraten, auch die Meinung eines nicht unbeträchtlichen Teils der Bevölkerung auszuhalten.

Margot Mönius, Höchstadt