Die Kommune Lonnerstadt ist - neben Mühlhausen und Vestenbergsgreuth - bereits die dritte Gemeinde im Verbund der Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt, die sich mit einer Richtlinie für die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen beschäftigt. In der Sitzung am Montag stand der Antrag für einen "vorhabensbezogenen Bebauungsplan" auf der Tagesordnung . Eine Entscheidung darüber wurde jedoch vorerst nicht getroffen.

Der Punkt sei zwar lebhaft diskutiert worden, so Bürgermeisterin Regina Bruckmann im Gespräch mit dem FT. "Einfach so zustimmen", wollten die Räte dem Antrag des Unternehmens Wust - Wind und Sonne jedoch nicht.

Die in der Region schon mit zahlreichen Windenergie- und Solaranlagen tätige Gesellschaft möchte auf dem Gebiet der Gemeinde Lonnerstadt eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten. In der rechtlichen Form eines "Bürgersolarparks" auf dem Areal von Herbert Krafft, auf dem bereits das Windrad Nummer 3 stehe, wie Bruckmann mitteilte. Die dort noch freie Fläche von etwa fünf Hektar, derzeit als Acker genutzt, will die Projektgesellschaft aus Markt Erlbach mit einer Photovoltaikanlage bestücken.

Richtlinien

"Wir möchten uns Richtlinien geben, wie man mit solchen Anträgen umgeht", sagte Bürgermeisterin Bruckmann im Gespräch mit dem FT. Deshalb solle ein Kriterienkatalog erarbeitet werden, "mit dem die Mehrheit der Bürger leben kann". Dem Gremium gab sie als Hausaufgabe mit, sich bis zur nächsten Sitzung Gedanken über einen Kriterienkatalog zu machen.

Am Ende sollen alle Anregungen gesammelt und daraus ein Leitfaden für die Gemeinde Lonnerstadt entwickelt werden.