Die geplante Bebauung des "Seeland-Areals" war erneut Thema im Gemeinderat Oberreichenbach : Lena Beyrich präsentierte den acht Räten und Bürgermeister Klaus Hacker (FWG) die vorgenommenen Änderungen im Bebauungsplan.

Einfamilienhäuser

Im nördlichen Bereich wurden die ursprünglich angedachten Mehrfamilienhäuser durch vier weitere Einfamilienhäuser ersetzt. Das historische Altlasten-Gutachten hätte zudem ergeben, dass sich der Altlastenverdacht in einem Bereich des zukünftigen Wohngebiets bestätigt hat und der Boden dort bis zu einem Meter Tiefe abgetragen und ausgetauscht werden muss.

Um diese finanzielle Belastung für zukünftige Grundstückseigentümer zu vermeiden, wäre normalerweise ein anderes Prozedere üblich: Der Gemeinderat würde die Entnahme einer Bodenprobe in Auftrag geben, um das Erdreich genauer auf Schadstoffe zu überprüfen. Aufgrund der Uneinigkeiten mit dem derzeitigen Grundstückseigentümer hat die Gemeinde jedoch keine Möglichkeit, diese Untersuchung durchzuführen.

Ziel des Gemeinderats sei es deshalb, diese Bodenprobe zu entnehmen, sobald das Grundstück Eigentum der Gemeinde ist. Bis dahin muss die Vorschrift zum Austausch des Bodens im betroffenen Bereich im Bebauungsplan bestehen bleiben. Das ebenfalls angeordnete Schallschutz-Gutachten hätte die Werte knapp über den Orientierungswerten, jedoch weit unter der Emissionswertgrenze eingeordnet, weshalb keine umfassenden Schallschutz-Maßnahmen angeordnet werden müssten. Im Bebauungsplan sei nun auch eine Vorschrift zur Installation von Photovoltaik-Modulen aufgenommen worden, wie es der Wunsch der Gemeinderäte war: Bauherren von Einfamilienhäusern müssen mindestens 20 Quadratmeter Dachfläche mit Modulen ausstatten, bei Mehrfamilienhäusern müssen 70 Prozent der nach Süden gerichteten Dachfläche damit bedeckt sein. Ob die Bauherren diese Module auch nutzen wollen, sei ihnen selbst überlassen, erklärte Beyrich. Mit einer Gegenstimme wurde der Bebauungsplan bewilligt, womit nun die Einbeziehung der Öffentlichkeit , Behörden und Träger öffentlicher Belange ansteht. Anschließend wurde die Gemeindeverbindungsstraße "Eckenberger Weg" zur Ortsstraße "Eckenberger Straße" abgestuft.

Reinhard Geyer ( CSU ) erkundigte sich nach den geltenden Regelungen der Notbetreuung im Kindergarten Oberreichenbach und ob den Eltern, die ihre Kinder zurzeit zu Hause betreuen, Beiträge erlassen werden sollten. Das Ministerium habe noch nicht über Förderungen entschieden, so Hacker , er habe aber angeordnet, den betroffenen Eltern vorerst keine Beiträge abzubuchen. Er gehe davon aus, dass die Notbetreuung in Tagessätzen abgerechnet werde.