Alexander Tritthart ist bekanntermaßen der Landrat des Kreises Erlangen-Höchstadt. Damit repräsentiert er den Kreis in vielen Funktionen. Man könnte annehmen, dass er eine Art „ Oberbürgermeister “ des Kreises ist. Das stimmt aber nur bedingt. Mit dem städtischen Vertreter hat der Landrat gemein, dass er an der Verwaltungsspitze steht. Der Bürgermeister ist für alle Aufgaben des örtlichen Gemeinwesens zuständig, der Landrat nimmt hingegen eine Ausgleichs- und Ergänzungsfunktion und die Zuständigkeit als allgemeine untere Landesbehörde für Landesaufgaben wahr.

Dennoch kann man sich die Frage stellen, wieviel Bürgermeister ist eigentlich im Landrat ? Repräsentiert Alexander Tritthart als „Durchschnittsbürgermeister“ die 25 Gemeindevertreter in seinem Landkreis? Immerhin obliegt ihm die Kommunalaufsicht, das heißt, die Aufsicht darüber, dass die Verwaltung der Gemeinden im Einklang mit den Gesetzen erfolgt. Und ein Landrat kann auch politisch gestalten, er ist für die Vorbereitung und Durchführung der Beschlüsse des Kreistages verantwortlich.

Dann gilt nun der Blick auf die Fakten.

Ein gutes Jahr ist seit der Wahl der Bürgermeister im Landkreis Erlangen-Höchstadt vergangen. Ob die Arbeit vor Ort über- oder unterdurchschnittlich war, können die Bürger vor Ort beurteilen. Aber wir können mal schauen, wie der Durchschnittsbürgermeister eigentlich aussieht.

Frauenquote nicht gegeben

In einem Satz lässt sich nach Auswertung der Daten feststellen: Er ist männlich, fast 57 Jahre alt und gehört der CSU an. Der Blick fiel auf die Gemeinden, ob der Bürgermeister männlich oder weiblich ist, das Alter und die Parteizugehörigkeit. Damit ergibt sich folgendes Ergebnis. Beim etwas genaueren Blick lässt sich zum Beispiel feststellen, dass es beim Geschlecht eine klare Tendenz gibt: Nur drei von 25 Bürgermeistern sind weiblich, sprich zu 88 Prozent ist der Durchschnittsrathauschef männlich. Beim Alter liegt der Durchschnitt bei 56,6 Jahren. Der Jüngste ist 45, der Älteste 72. Wobei das Rentenalter lediglich von zwei Männern überschritten wird, der Rest ist jünger.

Bei der Parteizugehörigkeit, sofern man da einen Durchschnitt bilden kann, ist der Bürgermeister ein CSUler, wenn es nach der stärksten Partei geht. Mit 40 Prozent ist die CSU die stärkste Gruppierung. Andersherum formuliert kann man sagen, dass mit 60 Prozent es ein „anderer“ ist. Zwölf Prozent SPD , 24 Prozent im Rahmen der Freien Wähler und 24 Prozent bei weiteren Gruppierungen – er ist definitiv nicht Grün, im Landkreis gibt es keinen „grünen“ Bürgermeister .

Nun zurück zum Landrat . Alexander Tritthart ist definitiv männlich, erfüllt den Durchschnittswert. Mit 51 Jahren ist er ein wenig jünger als der Durchschnitt, aber zumindest schon einmal im sechsten Lebensjahrzehnt angelangt. Und dann ist er noch in der CSU . Wieviel der weiteren Parteien er in sich trägt, lässt sich vielleicht an seinem Handeln herausfinden, faktisch gibt es da keinen „echten“ Koalitionswert.