Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 hat jetzt die Raiffeisenbank Seebachgrund zurückgeblickt. Trotz schwieriger Marktbedingungen aufgrund der Niedrigzinsphase gelang es der Bank nach eigenen Angaben, erfreuliche Ergebnisse zu erzielen.

Der Vorstand der Genossenschaftsbank zeigt sich jedenfalls zufrieden . Sowohl die Kundeneinlagen als auch die ausgereichten Kredite stiegen an. Die Einlagen wuchsen um 18 Millionen Euro , ein Plus von 7,4 Prozent, aber auch das starke Kreditwachstum, vor allem im privaten Wohnungsbau mit 21 Millionen Euro mit einem Plus von neun Prozent, zeige die Attraktivität und Wirtschaftskraft der Region.

So stieg die Bilanzsumme um 7,5 Prozent auf 23 Millionen Euro und das insgesamt betreute Kundenvolumen konnte auf 842 Millionen Euro gesteigert werden, erklärt Vorstandsvorsitzender Horst Amon. Demnach haben viele Kunden aufgrund der Nullzinspolitik in alternative Anlagen, insbesondere im Wertpapiergeschäft , investiert. Mit dem Einsetzen der Corona-Krise wurden verstärkt Tilgungsaussetzungen von Kunden angefragt. Das Volumen in Höhe von 6 Millionen Euro bezeichnet Amon als überschaubar, trotzdem gab es in diesem Geschäftsjahr keine Kreditausfälle. Dramatisch könne es allerdings für einige Branchen werden, wenn die Pandemie noch länger andauert, befürchtet der Vorstandsvorsitzende.

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank ( EZB ) wirkt sich belastend auch auf die Zinsspanne der Raiffeisenbank Seebachgrund aus, befürchtet Amons Vertreter im Vorstand, Andreas Heilmann. Angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfeldes und der Pandemie sei man dennoch zufrieden mit dem erreichten Ergebnis im Jahr 2020.

Negativzinsen werden weitergegeben

Der momentane Konsumstau sorge allerdings für weiteres Anwachsen der Geldbeträge auf den Girokonten, welche die Raiffeisenbank Seebachgrund Negativzinsen bei der Zentralbank kosten. Diese Negativzinsen werden an Neukunden ab einem Guthaben von 50 000 Euro weitergegeben, so der Vorstand. Bestandskunden seien jedoch nicht betroffen.