In der Diskussion über die Ausweisung von neuen Baugebieten in Höchstadt äußert sich jetzt der Grünen-Stadtrat Andreas Popp zum FT-Artikel „JL will Chance für junge Familien“. Die Protagonisten der Jungen Liste argumentieren darin, dass bauwillige junge Höchstadter Familien durch die Verhinderung der beiden Baugebiete „Häcker-steig“ und „Schwarzenbachgrund“ keine Chance hätten, an einen Bauplatz zu kommen.

Popp sieht sich „hin- und hergerissen zwischen Fassungslosigkeit und Ratlosigkeit, wie hier angesichts von Klimawandel , Verlust der Artenvielfalt und zunehmender Wasserknappheit immer noch so getan wird, als könne man munter weiter machen wie bisher“. Höchstadt habe sich in den vergangenen Jahrzehnten exorbitant in der Fläche ausgedehnt, bei nahezu stagnierender Bevölkerungszahl – und die Prognosen seien auch nicht anders.

Verfehlte Politik der JL

Die verfehlte Stadtentwicklungspolitik der vergangenen Jahre, die die Junge Liste maßgeblich zu verantworten habe, habe für die Baulücken im Stadtgebiet gesorgt. Die Fortführung dieser Politik sorge für weitere Lücken bei stetig wachsender Infrastruktur, bei deren Erhaltung die Stadt schon jetzt versage. So habe man sich in ein Hamsterrad begeben, indem man die Infrastruktur ausdehne, um damit Einnahmen durch den Verkauf von Baugrundstücken zu generieren, um Löcher in den Straßen notdürftig zu stopfen. Außerdem sei es keineswegs so, dass das Bauen in Höchstadt nicht mehr möglich sei, wenn die Bürgerinitiative erfolgreich ist. Es bleibe eine Vielzahl von Arealen, die für Bauland vorgesehen sind. Für bauwillige junge Familien aus Höchstadt, die sich mit berechtigtem Interesse auf der Liste befinden, lasse sich mit kluger Politik auf jeden Fall etwas finden – wenn man wolle. red