Überwiegend friedlich verlief aus Sicht der Polizei der Freitag, der zweite Bergtag. Vom Wetter her war der Tag zunächst sehr sonnig und mit 28 Grad sehr warm. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich.

Der Zustrom zum Berg war von Beginn an sehr ordentlich, so dass ab 17 Uhr die Auslastung an den Kellern 75 Prozent betrug, im Schaustellerbereich 50 Prozent. Der Besucherstrom stieg bis 18.30 Uhr im Bereich der Keller stetig bis knapp an die Kapazitätsgrenze an, bis gegen 18.30 Uhr Starkregen einsetzte. Es regnete bei starkem Wind und leichtem Gewitter bis gegen 19.30 Uhr. Hier betrug die Auslastung am Berg dann nur noch etwa 40 Prozent.

Bei wieder gutem Wetter war dann erneut starker Zulauf zu den Kellern. Bis 22 Uhr lag die Auslastung an den Kellern bei 70 Prozent, schreibt die Polizei . Den ganzen Tag über war auf dem Bergkirchweihgelände sogar leichtes Flanieren möglich.

Eine um 23 Uhr gemeldete Schlägerei gegenüber dem Helbigkeller trübte den insgesamt friedlichen Verlauf. Ein bislang Unbekannter hatte einen Bierkrug geworfen, ein Gast erlitt eine Platzwunde. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Ferner war es am Nachmittag zu einer Beleidigung eines Sicherheitsdienstmitarbeiters durch einen Besucher der Bergkirchweih gekommen.

Ab 23 Uhr verließen zahlreiche Besucher den Berg Richtung Innenstadt. Auch das verlief, wie der ganze Tag, sehr friedfertig, bis es um 23.45 Uhr zu einer weiteren unschönen Szene kam. Eine stark blutende und völlig betrunkene Frau wurde in der Jägerstraße/Bayreuther Straße liegend gefunden.

Es konnte vor Ort ermittelt werden, dass die verletzte Person aufgrund ihrer Alkoholisierung versehentlich in den sogenannten Schaustellerbus gestiegen war, der die Arbeiter in ihre Unterkünfte in die Baiersdorfer Straße bringt. Aus diesem wurde sie von bislang unbekannten Tätern herausgeschubst und prallte mit dem Gesicht gegen ein Eisentor. Ermittlungen wegen eines Körperverletzungsdeliktes wurden eingeleitet.

„Nachfeiern“

Die friedvolle Stimmung hielt sich auch überwiegend beim „Nachfeiern“, wenngleich zwei Körperverletzungsdelikte zur Anzeige gebracht wurden.

Bereits um 20 Uhr teilten Passanten eine Schlägerei im Bereich Am Eichenwald mit. Wie die Ermittlungen ergaben, schlugen zunächst zwei unbekannte junge Männer aus bislang nicht klärbaren Gründen auf einen 35-jährigen Bergbesucher ein. Selbst als dieser zu Boden ging, wurde er von den beiden Männern noch traktiert. Anschließend ergriffen die beiden Täter die Flucht.

Im Verlauf dieser Flucht konnte ein 20-jähriger Erlanger noch in unmittelbarer Tatortnähe festgenommen werden. Der 20-Jährige wurde eindeutig von Zeugen als einer der Täter identifiziert. Über seinen nach wie vor flüchtigen Mittäter schweigt sich der Erlanger jedoch bislang aus.

Betretungsverbot

Nachdem der 20-Jährige bereits am Eröffnungstag mit einem Körperverletzungsdelikt aktenkundig wurde, beantragte die Erlanger Polizei ein Betretungsverbot gegen den jungen Mann für die restliche Zeit der Bergkirchweih sowie bei die anschließenden Nachfeiern. Durch die zuständige Ordnungsbehörde wurde dieses Betretungsverbot auch erlassen.

Kurz nach Mitternacht wurde aus dem Bereich E-Werk eine weitere Körperverletzung gemeldet. Hier schlugen nach übereinstimmenden Zeugenaussagen insgesamt fünf bislang unbekannte Männer auf einen 24-Jährigen aus Bamberg ein. Obwohl der Mann bereits am Boden lag, kassierte er noch Fußtritte und Schläge durch die Täter. Nach der Tat flüchteten die Täter. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief bislang negativ. Die beiden Opfer dieser Attacken wurden durch die Schläge und Tritte nur leicht verletzt.

Betrunken auf dem E-Scooter

Bei den in der Nacht zum Samstag durchgeführten Verkehrskontrollen wurden insgesamt fünf junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren ertappt, wie sie betrunken auf E-Scootern bzw. Fahrrädern im Stadtgebiet unterwegs waren. In drei Fällen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen die 0,5-Promille-Grenze gegen Nutzer von E-Scootern und in zwei Fällen wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.

Ein Fahrradfahrer wies dabei mit 1,8 Promille den höchsten Wert auf, gefolgt von einem E-Scooter-Lenker mit 1,6 Promille. Diese beiden Männer mussten sich einer Blutentnahme unterziehen und der Führerschein des E-Scooter - Fahrers wurde zudem sichergestellt. pol