Die drei Tage vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt werden in der Tradition der katholischen Kirche als Bitt-Tage um eine gute Ernte begangen. Prozessionen durch die Felder, Wiesen, Äcker und Wälder sollten die Verantwortung der Christen für die Natur und die Umwelt hervorheben, die gläubige Menschen als Geschenk Gottes und als Teil der Schöpfung wahrnehmen.

So trafen sich die Pfarreien Sterpersdorf und Höchstadt am Abend des ersten Bitt-Tages in der Ailersbacher St.-Martinskirche zum gemeinsamen Gottesdienst. Der erste Flurumgang entfiel wegen des schlechten Wetters. Allen Beteiligten gefiel aber der Gedanke, dass der Regen für die Natur notwendig ist und angesichts der prognostizierten Hitzewellen im Sommer der Umwelt nur guttut. Die Gremsdorfer St.-Ägidius-Pfarrei führte ihre Bittprozession auch heuer wieder nach Nainsdorf. Die Pfarreien Etzelskirchen und Höchstadt unternahmen ihren gemeinsamen Bittgang von Etzelskirchen nach Nackendorf, wo mit der musikalischen Umrahmung der Stadtkapelle am Sportplatz Gottesdienst gefeiert wurde.

Auch die dritte Bittprozession am Vorabend von Christi Himmelfahrt konnte von Sterpersdorf zur Antoniuskapelle ziehen. Dort resümierte Stadtpfarrer Kilian Kemmer die Notwendigkeit des gemeinsamen Unterwegsseins in „scheinbar unlösbaren Problemstellungen“. Die drängenden ökologischen Fragen bereiten gerade für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen Sorge im Hinblick auf Energieverbrauch, Ressourcenknappheit oder das Phänomen gesunder Luft zum Atmen. In Zeiten von Krieg und Rezession drohe das Thema Ökologie unter den Tisch zu fallen, so Kemmer. Das Unterwegssein der Christen an den Bitt- Tagen vertraue auf die Begleitung von Jesus Christus , „der uns auch in der Sorge um seine Schöpfung nicht allein lässt“.

AG Öffentlichkeitsarbeit

St. Georg Höchstadt,

Pfarrei St. Georg, Höchstadt

Bittgang nach Nackendorf.
Gerhard Wirkner