Bevor ein Impfstoff zugelassen und eingesetzt werden kann, muss nicht nur seine Sicherheit, sondern auch seine Wirksamkeit in strengen klinischen Prüfungen belegt werden. Die Vakzine wirkt, wenn sich im Blut eines Geimpften Antikörper oder eine T-Zell-Antwort gegen einen Erreger finden. "Was dabei aber auf der Ebene einzelner Zellen passiert, wissen wir heute noch nicht genau", sagt Prof. Dr. Christian Bogdan, Direktor des Mikrobiologischen Instituts - Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene des Universitätsklinikums Erlangen . Dank einer Spende in Höhe von 65 000 Euro von der Manfred-Roth-Stiftung kann in der Erlanger Mikrobiologie jetzt ein hochmodernes neues Gerät angeschafft werden, das diese Frage klären soll: Was geschieht auf Einzelzellebene? Dank des Matching-Funds-Programms der Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen wird die Spendensumme auf 87 750 Euro aufgestockt.

"Mit dem neuen Gerät können wir verschiedene Immunzellen sortieren und genetisch analysieren", so Bogdan. "Wir zielen damit auf zwei Dinge ab: Erstens wollen wir die Immunantwort nach akuten und chronisch verlaufenden Infektionen besser verstehen. Das heißt, wir sehen uns die Genaktivität ausgewählter Zellen an und können so genauer nachvollziehen, wie das Immunsystem einen bestimmten Erreger unmittelbar bekämpft oder über lange Zeit in Schach hält. Zum Zweiten wollen wir ergründen, wie Impfungen genau Schutz vermitteln, speziell die Impfungen gegen Covid-19 , Pneumokokken und Gelbfieber ", so der Mikrobiologe.

Manfred-Roth-Stiftung

Die gemeinnützige Manfred-Roth-Stiftung fördert neben sozialen, kulturellen und bildungsfördernden Projekten auch die wissenschaftliche Arbeit in Forschung und Medizin. Die nach dem verstorbenen Fürther Unternehmer und Gründer der Handelskette Norma benannte Stiftung folgt den Vorgaben Manfred Roths, der schon zu Lebzeiten Projekte für das Gemeinwohl großzügig unterstützte. red