Am gestrigen Mittwoch feierte Anny Farlock aus Aisch ihren 100. Geburtstag . Zum Gratulieren kamen Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) und seine zweite Stellvertreterin, Sabina König (Grüne), mit Pralinen und einem Gutschein an die Haustüre. Die Jubilarin begrüßte mit Tochter Cäcilia und Sohn Friedrich, die mit ihrer Mutter zusammen leben, die beiden Gratulanten.

Anny Farlock ist eine geborene Spörlein und kommt aus Stiebarlimbach. Sie war das jüngste von vier Geschwistern. Nach der Volksschulzeit in Schnaid arbeitete sie tüchtig auf dem elterlichen Bauernhof mit.

Bei der Musik hat sie ihren Mann Otto Farlock kennengelernt. 1948 läuteten die Hochzeitsglocken in Aisch . Fünf Kinder hat sie aufgezogen und vier davon leben noch. Ihr 1998 verstorbener Mann war lange Zeit bis zur Gebietsreform Aischer Bürgermeister. Die fünf Enkelkinder und zwei Urenkel konnten wegen Corona nicht zum Gratulieren kommen.

"Wir haben bis zum 99. Geburtstag gute Gelegenheiten zum Feiern gehabt, haben also einen Feiervorlauf", sagte Sohn Friedrich schmunzelnd. "Vielleicht machen wir im Herbst einen Feiernachlauf."

Nach ihren Hobbys gefragt, antwortet die Jubilarin: "Auf einem Bauernhof mit fünf Kindern braucht mer kaa Hobby. Da fehlte einfach die Zeit dazu."

Mit ihrer Gesundheit zufrieden

In den 60er Jahren, als die Kinder größer waren, hat sie zehn Jahre lang bei einer Gebäudereinigung gearbeitet.

Mit ihrer Gesundheit ist die alte Dame zufrieden. "I bin a alte Schachtel und bin immer noch gern auf dera Welt", erklärt sie zufrieden.

"Unsere Mutter jammert nie. Außerdem ist und war sie immer in der Familie eine große Streitschlichterin", erzählte ihre Tochter Cilly. Der einzige Wunsch der Jubilarin ist, gesund zu bleiben. Einen Tipp, wie man so alt wird, hat sie nicht direkt: "Ich hab immer g'sund g'lebt. Gemüse und Obst haben wir im eigenen Garten, und gearbeitet hab ich auch immer gern."

Mit ihrem Rollator ist sie noch gut unterwegs. "Mei Rollator is die beste Erfindung der Menschheitsgeschichte ", erklärte Anny Farlock. "Des merkt mer aber erst, wenn ma ihn braucht."

Gefeiert wurde mit Tochter und Sohn . Die Nachbarn kamen natürlich ans Gartentürchen zum Gratulieren - mehr geht ja leider nicht. jb