Die Reservisten- und Soldatenkameradschaft Kulmbach-Plassenburg veranstaltete ihr 15. Brunnenfest am Zeitlerbrunnen. Die Musikanten der Waldfreunde eröffneten mit dem Lied "Am Brunnen vor dem Tore" feierlich das Fest.
Vorsitzender Günter Limmer blickte auf den Ursprung des Brunnens zurück, der 1903 nach Georg Wilhelm Zeitler benannt wurde. Zeitler, der von 1837 bis 1911 in Kulmbach lebte, sei Magistratsrat gewesen und habe sich jahrzehntelang für den Verschönerungsverein stark gemacht.
Pfarrer i.R. Rainer Pajonk hielt eine Andacht und gedachte der Toten. Die Waldfreunde-Musikanten schlossen mit "Das Lied vom guten Kameraden" die Zeremonie ab. Danach machte sich eine Gruppe der Reservisten- und Soldatenkameradschaft in Richtung Waldfreundeheim auf. Dort gaben die Reservisten das Kommando: "Schütt's nei!" Gemeint war das "Brunnenwasser", das traditionell in Schnapsgläsern ausgeschenkt wird und immer hochprozentig ist. Zu den Ehrengästen zählten Oberbürgermeister Henry Schramm, die Stellvertreterin des Landrats, Christina Flauder, der Mainleuser Bürgermeister Robert Bosch sowie der stellvertretende Bezirksvorsitzende des Bayerischen Soldatenbunds 1874 Oberfranken, Gerhard Will.
Schramm blickte auf die lange Tradition der RK zurück. Die Reservisten seien in vielen Bereichen aktiv, sie gestalteten den Volkstrauertag und kümmerten sich um die Pflege der Soldatengräber am Friedhof. Nicht zuletzt leisteten sie auch mit der Patenschaft für den Zeitlerbrunnen einen wertvollen Betrag zur Stadtverschönerung.
"So sind die Reservisten ein belebendes Element, in der Vielzahl an Vereinen, Verbänden und Organisationen, das bestens ins Kulmbacher Vereinsleben integriert ist", betonte der OB und sprach seinen Dank aus.
Das Festgelände war mit Tarnnetzen der Bundeswehr verkleidet, die angenehmen Schatten spendeten. Bei dem geselligen Teil des Festes, zu dem Reservisten aus der ganzen Region gekommen waren, wurden die Kameraden Hans Ködel, Ralf Müller und Joachim Tommek für 25 Jahre treue Mitgliedschaft geehrt.