Der Landkreis Coburg gewährt als Träger der Sozialhilfe und der Grundsicherung nach den Sozialgesetzbüchern II und XII bedürftigen Personen (Empfänger von Arbeitslosengeld II, Hilfen zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) die angemessenen Kosten der Unterkunft. Die Obergrenzen für die angemessenen Kosten wurden im Laufe des Jahres 2019 durch eine umfangreiche Datenerhebung und -auswertung nach den Vorgaben des Bundessozialgerichtes von der Firma Koopmann Analytics, Hamburg, neu ermittelt. Zusätzlich wurde nachgewiesen, dass innerhalb der ermittelten neuen Höchstgrenzen auch tatsächlich Mietwohnungen in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts Coburg. Die Untersuchung ergab, dass die 17 Städte und Gemeinden des Landkreises in zwei sogenannte Vergleichsräume aufzuteilen sind. Seit 1. März 2020 gelten folgende Angemessenheitsgrenzen:

Im Vergleichsraum I mit Bad Rodach, Dörfles-Esbach, Lautertal, Meeder, Neustadt und Rödental: Bei einem Haushalt mit einem Mitglied werden bei 50 Quadratmetern Wohnungsgröße 288 Euro als angemessen angesehen, bei zwei Haushaltsmitgliedern 65 Quadratmeter und 389 Euro, bei drei Haushaltsmitgliedern 75 Quadratmeter und 424 Euro, bei vier Haushaltsmitgliedern 90 Quadratmeter und 506 Euro, bei fünf Haushaltsmitgliedern 105 Quadratmeter und 573 Euro, für jede weitere Person im Haushalt werden 15 Quadratmeter und 82 Euro gerechnet. Im Vergleichsraum II mit Ahorn, Ebersdorf, Großheirath, Grub am Forst, Itzgrund, Niederfüllbach, Seßlach, Sonnefeld, Untersiemau, Weidhausen und Weitramsdorf: eine Person/50 Quadratmeter, 332 Euro, 2/65/398, 3/75/402, 4/90/501, 5/105/587, je weitere Person 15/84 Euro. red