Bernhard Panzer Nach der Ankündigung des Schaeffler-Konzerns, bundesweit 4400 Arbeitsplätze zu streichen, startet die IG Metall jetzt ihre zweite Kundgebung am Stammsitz in Herzogenaurach.

Am heutigen Mittwoch um 12 Uhr versammeln sich die Betriebsräte mit Mitarbeitern wieder vor dem Nordtor, an gleicher Stelle also wie beim letzten Mal. "Nur der Sarg wird fehlen", sagt stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Gregori Beutura, der die Aktion leitet. Eingeladen sind diesmal verstärkt die Familien. "Lasst uns gemeinsam mit euren Familien ein Zeichen setzen, dass wir mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sind", lautet der Appell an die Beschäftigten.

Denn die Info über den geplanten Arbeitsplatzabbau bei Schaeffler habe nicht nur die Mitarbeiter hart getroffen. "Viele Familien zählen auf sichere Arbeitsplätze und sind davon abhängig", heißt es in der Einladung zu der Aktion, die laut Aussage von Beutura erst kurzfristig genehmigt worden ist. Auch im Umfeld der Zulieferer und für den Einzelhandel der Stadt sei es wichtig, dass die Arbeitsplätze bleiben. "Dafür lohnt es sich zu kämpfen", so der Aufruf: "Gegen Arbeitsplatzabbau bei Schaeffler!"

Außerdem würde man sich "über ganz viele Bilder eurer Kinder zum Thema Schaeffler" freuen. Die Herzogenauracher Schulen seien informiert, die Eltern sollten einfach einen Antrag auf Schulbefreiung ab Mittag (Stichwort Aktionstag) stellen. Die Schaeffler-Berufsschüler dürfen an der Aktion teilnehmen, sagt der Betriebsrat. Sie hätten frei bekommen.

Die Teilnehmer sollten ihren Mund-Nasen-Schutz bitte nicht vergessen, für Verpflegung sei gesorgt, berichtet Beutura. Als eine Rednerin wird die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich (SPD) erwartet, ebenso Vertreter der IG Metall.