In der letzten Sitzung des Jahres behandelte der Gemeinderat Hemhofen nochmals eine breite Palette an Themen. Kontroverse Diskussionen gab es dabei wenig und es herrschte vorweihnachtlich ruhige Stimmung. Dies zeigte sich beispielsweise bei den Planungen zum Bahnhofsplatz.

Hier wurden nochmals die vor einigen Monaten bereits vom Hemhofener Architekten Andreas Volkmar vorgestellten Varianten diskutiert. Dabei kristallisierte sich ziemlich schnell heraus, dass die Gemeinderatsmitglieder auf ein zusätzliches Funktionsgebäude mit öffentlichem WC verzichten würden. Auch Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) betonte, dass der Unterhalt für ein solches Gebäude recht teuer wäre, zumal es eigentlich nur bei großen Festen genutzt würde.

Tanja Wulff von den Grünen brachte ein, dass sich die Jugendlichen an der "Insel" eine Feuerstelle wünschen. Allgemeiner Tenor war zudem, dass man den Festplatz zwar großflächig befestigen möchte, aber keine komplette Pflasterung des Areals erfolgen soll. Auch die Bushaltestelle sollte an ihrem derzeitigen Standpunkt bleiben.

Letztendlich votierte der Gemeinderat einstimmig für die zudem günstigste Planungsvariante ohne weiteres Gebäude und kommerzielle Café-Nutzung im alten Bahnhof. Dieser sollte vielmehr für Vereine und Bürger zur Verfügung stehen. Im Rahmen der Städtebauförderung werden die Pläne nun gemeinsam mit der Bedarfsmeldung für 2021 der Regierung von Mittelfranken vorgestellt. In dieser Bedarfsmeldung sind die weiteren bekannten Vorhaben im Zuge der Städtebauförderung (Weiherkette, Schafscheune, Plätzla etc.) enthalten. Neu aufgenommen wurde ein Planungsbedarf für den Eingangsbereich des Schul- und Kita-Komplexes im Zuge der Schulsanierung.

Kita schließt wieder länger

Die Kindertagesstätte war dann auch einer der weiteren Punkte der Sitzung. Seit einer Elternbefragung 2018 sind die Schließzeiten in den Sommerferien auf zwei Wochen reduziert. Für die Leitung von Krippe und Kita sind diese verkürzten Schließzeiten nun aber nicht mehr darstellbar. Begründet wird dies hauptsächlich damit, dass gebuchte Betreuungszeiten teilweise nur zur Hälfte wahrgenommen wurden.

Bürgermeister Ludwig Nagel verwies zudem auf höhere Kosten durch die verkürzten Schließzeiten. Die Vorhaltung von Personal für diesen Zeitraum würde sich auch massiv auf die Personalplanung im Rest des Jahres auswirken, so die Kita-Leitung. Der Gemeinderat kam einstimmig dem Wunsch nach, die Schließzeit in den Sommerferien wieder auf drei Wochen zu erhöhen.