Die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Höchstadt an der Aisch mit Neuwahlen und einer Ziegelverleihung fand in diesem Jahr in Fetzelhofen statt.

Die dortige Scheune von Herrmann Popp war aufgrund der Corona-Beschränkungen der ideale Ort für die Versammlung, die üblicherweise im März stattfindet und nun auf den Juli verschoben worden war. Für die musikalische Umrahmung sorgten der "Tuba-Peter" alias Peter Persin aus Herzogenaurach und Ingo Singer aus "Memba" mit seiner Quetschn.

Da die Stadt Höchstadt das von-der-Saal-Haus in der Höchstadter Hauptstraße gemeinsam mit der Scheune, die sich ehemals im Besitz des Heimatvereins befand, für ein gemeinsames Konzept entwickeln möchte, gab Georg Leyh einen Sachstandsbericht des Bauvorhabens. Auch der Referent des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege plädierte für einen Erhalt des ganzen Ensembles. Es existiert inzwischen ein verformungsgerechtes Aufmaß, das erkennen lässt, dass vor allem im Obergeschoss nur wenig verändert wurde. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird das Erdgeschoss für Einrichtungen der Stadt Höchstadt Verwendung finden, das Obergeschoss kann dann der Heimatverein für seine Belange nutzen. Entscheidend für den Baufortschritt sind die Zuschüsse, die die Stadt Höchstadt aus unterschiedlichen Töpfen für das Projekt akquirieren möchte.

Siedlungsspuren ausgegraben

Auch weitere Sparten im Heimatverein konnten einen positiven Rückblick auf das vergangene Jahr machen. Karlheinz Feuerlein berichtete von den Grabungen bei Gremsdorf im Zuge des Autobahnausbaus. Dort konnten Siedlungsspuren aus der Hallstadtzeit ausgegraben und dokumentiert werden. Diese machten deutlich, dass der Aischgrund von Adelsdorf bis Höchstadt in diesem Zeitraum stark besiedelt war.

Reinhard Grasse, zuständig für Kleinkunst und Kultur im Zwetschger, berichtete davon, dass einige Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Er versicherte aber, dass diese nachgeholt werden, "wenn wir uns wieder näher kommen können".

Kassier Christoph Reuß konnte einen positiven Stand der Finanzen verkünden. Da die Kassenprüfer Tanja Schwägerl und Robert Mirschberger eine korrekte Kassenführung bestätigten, konnte die Entlastung der Vorstandschaft erfolgen.

Den Höchstadter Ziegel und eine Urkunde für die vorbildliche Renovierung ihres Anwesens Marktbrunnenstraße 4 erhielten Melanie Wright und Kurt Geist.