Diese Personalie trägt nicht zur Beruhigung der aktuellen Situation beim HSC Coburg bei. Und schon gar nicht wird sie das Verhältnis zum fränkischen Konkurrenten HC Erlangen verbessern!
Mit Benedikt Kellner - aktuell einer der großen Hoffnungsträger des HSC - ist nämlich das derzeit größte Talent aus der Vestestadt auf dem Absprung. Er wird ausgerechnet vom HCE umworben und soll im Sommer dorthin wechseln. Ein entsprechendes Angebot liegt ihm vor.
Der 19-Jährige, der erst vor eineinhalb Jahren vom TSV Ismaning zum HSC 2000 kam, hat sich mit den Verantwortlichen der Erlanger bereits getroffen und über einen Vereinswechsel nach der Saison verhandelt.
Das Gesamtpaket beim Erstligisten scheint verlockend. Spielpraxis in der 2. Mannschaft, die in dieser Saison zu den Spitzenteams in der 3. Liga Ost zählt, dazu regelmäßige Trainingszeiten mit den Erstligaprofis.


Gesamtpaket in Erlangen besser?

Auch das geplante Medizin-Studium könnte Kellner, der sein Abitur mit der Traumnote 0,9 gebaut hat, in Erlangen sicher leichter fallen. Allerdings ist bisher noch kein Vertrag unterschrieben. Der Sommer-Transfer ist noch nicht perfekt.
Steffen Ramer, Geschäftsführer des HSC Coburg, äußerste sich deshalb wohl auch eher zurückhaltend zu den kursierenden Wechselabsichten: "Wir sind mit Benedikt Kellner derzeit in Gesprächen und wollen ihn natürlich in Coburg behalten. Ab nächster Woche werden wir bereits einige Personalentscheidungen mitteilen."
Klar ist aber auch, dass Erlangens Trainer Adalsteinn Eyjolfsson schon längere Zeit ein Auge auf den talentierten Mittelmann hat. Eyjolfsson schwärmte nach dem Testspiel vor zwei Wochen beim HSC Coburg: "Benedikt Kellner ist mir beim HSC sehr positiv aufgefallen. Er hat die Mittelposition gut gespielt."


Lob von Adalsteinn Eyjolfsson

Tatsächlich erhielt Kellner zuletzt bei Testspielen überdurchschnittlich viele Spielzeiten von Coburgs Coach Jan Gorr und wusste dabei vor allem als Ideengeber auf der Mitte zu überzeugen. Starke Leistungen zeigte er auch bei seinen regelmäßigen Kurzeinsätzen in der Hinserie. Die HSC-Fans dürfen gespannt sein, wohin der Weg des gebürtigen Ismaningers ab der Saison 2018/2019 führt. oph