Einstimmig hat der Marktgemeinderat am Dienstagabend den Haushalt 2018 verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 3,229 Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 2,448 Millionen Euro. Kämmerin Andrea Müller betonte, dass zum zwölften Mal in Folge auf eine Kreditaufnahme verzichtet werden kann.
"Wir geben auf Einwohnerzuwachs, Geburtenanstieg, Wohnungsnachfragen, hohes Gästeinteresse, mehr Tagesbesucher und eine ausbaufähige Infrastruktur zukunftssichere Antworten", sagte Anselstetter. Wirsberg setze auf Lebensqualität habe viele Stärken und Qualitätsmerkmale, die man weiterentwickeln wolle. Der Bürgermeister nannte hier die Kinderbetreuung, den naturnahen Tourismus, die Familienfreundlichkeit und die seniorenpolitische Ansprüche. "Unser Haushalt ist das finanzielle Kursbuch, um weiter voranzukommen."


Viele Projekte geplant

Anselstetter listete einige Projekte auf. Er nannte den bedarfsgereichten weiteren Ausbau der AWO-Kita, die Ansiedlung der Norma sowie des überörtlichen Beratungscenters der Sparkasse Kulmbach-Kronach auf dem ehemaligen Rewe-Grundstück sowie das neue Bürgerzentrum am Marktplatz, für das Investitionskosten von 950 000 Euro vorgesehen seien. 460 000 Euro würden in das Gemeindehaus in der Herbert-Kneitz-Straße fließen. Arztpraxen, öffentliche Bücherei und Heimatarchiv sollen künftig barrierefrei erreicht werden. Der mit 320 000 Euro veranschlagte rollstuhlgerechte Kur-Rundweg im Schorgasttal mit Behinderten-WC und Freizeitgeräten für alle Generationen werde heuer mit 100 000 anfinanziert. In Osserich sei rund um den Teich eine kleine Dorferneuerung mit Wegebau geplant, auch sollten moderne Sozialwohnungen geschaffen werden. Viele weitere Projekte würden die ehrgeizige Aufgabenpalette abrunden, so Anselstetter.


Einbruch bei der Gewerbesteuer

Leider habe man in den ergangenen drei Jahren einen Gewerbesteuereinbruch von rund einer Million auf 200 000 Euro verkraften müssen. "Dass unser Haushalt dennoch auf soliden Beinen steht, verdanken wir einer angesparten Rücklage von rund 1,1 Millionen Euro." Es bleibe aber ein bitterer Beigeschmack, wenn von Gesamtsteuereinnahmen von 1,8 Millionen Euro nach Abzug von Kreisumlage und Gewerbesteuerumlage nur noch ein Rest 828 000 Euro übrig bleibe.
In ihren Statements stellten Udo Gebhard (FW), Roland Burghofer (CSU) und Jörg Treutler (SPD) die wegweisenden Zukunftsprojekte heraus. Udo Gebhard verwies auf die städtebauliche Entwicklung am Marktplatz, Roland Burghofer stellte mit Blick auf die hohe Entnahme aus der Rücklage fest, dass sich das sparsame Wirtschaften der letzten Jahre ausgezahlt habe. Jörg Treutler sprach den niedrigen Schuldenstand an und kam zum Ergebnis: "Die genannten Zahlen sprechen für sich."
Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2018 wird bei 1,238 Millionen Euro liegen.