„Egal, was du durchmachst: Du kannst es überleben, du kannst weitermachen – ja, du kannst sogar glücklich werden.“ Diese Botschaft ist für Alexander Müller kein bloßer Kalenderspruch, sondern das Ergebnis eines harten, oft schmerzhaften Weges.
Am Freitag, 15. Mai, lädt der Musiker und Leiter der Eberner Selbsthilfegruppe „ Lieder für die Seele“ um 19 Uhr zu einem außergewöhnlichen Abend in die Eberner Christuskirche ein. Unter dem Titel „Zwangsgläubiger“ verbindet Müller seine Lebens-, Leidens- und Glaubensgeschichte mit Musik.
Es ist die Erzählung eines Mannes, der viel zu berichten hat: von einer Kindheit, die von Vertrauensbrüchen und Missbrauch gezeichnet war, von schweren Depressionen, Psychiatrieaufenthalten und Suizidgedanken. Doch im Zentrum steht nicht der Schmerz, sondern der Ausweg. Ein Weg aus der Scham zur Sprache. „Ich möchte zeigen, dass es einen Weg aus einer Leidensgeschichte heraus gibt“, erklärt Müller.
Hilfe für Andere
Seit fast 25 Jahren widmet er sich der Hilfe für Andere. Sein Ziel für den Abend in Ebern : „Dass Menschen durch meine Geschichte zu ihrer Sprache finden.“ Für ihn ist die Veranstaltung eine „Hommage an mein Leben und an Menschen, die mir nahe waren und sind.“
Dass der Abend in der Christuskirche stattfindet, ist bewusst gewählt. Sein Schicksal führte Müller zum Glauben an das Gute, das Heilende und das Vergeben. Er möchte zeigen, dass man durch den Glauben ins Leben zurückfinden kann.
Die Besucher erwartet eine ehrliche Lebensgeschichte, die Müller liebevoll in Lieder einbettet, die ihm am Herzen liegen. Dabei ist der Austausch erwünscht: Sowohl in der Pause als auch im Anschluss gibt es Raum für Gespräche.
Eingeladen sind alle Menschen – ob gesund, krank, traumatisiert, zweifelnd oder gläubig. Der Eintritt zu dieser besonderen Veranstaltung ist frei, der Zugang zur Kirche ist barrierefrei. Die Christuskirche Ebern freut sich am Ende des Abends über Spenden. red