Die Stadt Ebern erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Das teilte die Stadt dieser Tage mit.

Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2019 durch den Verein TransFair verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus, wie sie unterstreicht.

Im Herbst 2020 galt es, die Bewerbung um die Titelerneuerung zu erstellen. Peter Ruppert vom Steuerkreis Fairtrade, Bürgermeister Jürgen Hennemann und Janina Reuter-Schad, die Verantwortliche aus der Verwaltung, haben die benötigten Informationen zusammengetragen und konnten so eine umfangreiche Bewerbung zur Titelerneuerung erstellen und versenden.

Bestätigung für die Stadt

Bürgermeister Jürgen Hennemann ( SPD ) freut sich über die Verlängerung des Titels: "Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Ebern . Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Ebern dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern."

Vor zwei Jahren erhielt die Stadt Ebern vom gemeinnützigen Verein TransFair erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Der Bürgermeister und der Rat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement in Fairtrade-Towns ist vielfältig: In Ebern sind die Umsetzung der alljährlichen fairen Woche und das Fair-Play-Schulprojekt mit Fairtrade-Sportbällen nur einige Beispiele erfolgreicher Projekte in den letzten Jahren. Das Herausgeben der fairen Eberner Stadtschokolade und die Veröffentlichung des fairen Einkaufsführers stehen kurz bevor. "Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement", sagt Jürgen Hennemann . "Geplant sind Projekte zur öffentlichen Beschaffung und in der Kooperation mit unseren Schulen."

Die Fairtrade-Towns-Kampagne bietet der Stadt Ebern auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen , die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto "Global denken, lokal handeln" leistet die Stadt mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag.

Ebern ist eine von über 700 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und Libanon. Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns-Kampagne finden Interessierte im Internet unter der Adresse www.fairtrade-towns.de.

Der Wettbewerb für eine "faire" Stadtschokolade geht weiter. Im Herbst letzten Jahres hatte die Stadt Ebern zur Beteiligung am Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung der Eberner Fairtrade-Stadtschokolade aufgerufen. Bis Weihnachten sind Dutzende Gestaltungsvorschläge eingegangen. Neben Einzelpersonen haben zum Teil auch Schulklassen Entwürfe eingereicht, die im Kunstunterricht erarbeitet wurden. "Bei den vielen tollen Vorschlägen wird es der Jury sicher nicht leicht fallen, eine Entscheidung zu treffen", erklärt Bürgermeister Hennemann. Eigentlich sollte jetzt im Januar die Jury zusammenkommen, um das Siegerbild auszuwählen und die weiteren Schritte zur Auflage der Stadtschokolade voranzubringen. Da ein Treffen aufgrund der Pandemie-Situation jedoch nicht möglich ist, müssen sich die Teilnehmer am Wettbewerb noch ein wenig gedulden.

Die Entscheidung wurde vorerst auf Februar vertagt. Die Teilnehmer werden umgehend informiert, sobald eine Entscheidung getroffen wurde. red