Heimat ist ein lebendiger Raum, den jede Generation neu für sich entdeckt. Unter diesem Leitgedanken schreibt der Bayerische Landesverein für Heimatpflege erneut seinen Jugendpreis „Jugend macht Heimat!“ aus. Er vergibt 11.500 Euro für innovative Projekte von Kindern und Jugendlichen in ganz Bayern.

Ziel ist es laut Pressemitteilung, das heimatpflegerische Engagement junger Menschen sichtbar zu machen und sie darin zu bestärken, ihre Umgebung mitzugestalten. Ob es um die Pflege lokaler Dialekte, den Schutz historischer Bauwerke oder die kreative Neuinterpretation von Volksmusik und Bräuchen geht – gesucht werden Projekte, die zeigen, wie sich Tradition und moderne Lebenswelt zusammenfügen.

Der Aufruf richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 6 und 21 Jahren. Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen wie Schulklassen oder Trachtenvereine . Besonders wichtig ist dem Landesverein dabei der Gedanke der Selbstverwirklichung: Die Teilnehmer sollen Heimat als einen „Ort der Möglichkeiten“ begreifen, an dem sie ihre eigenen Ideen und Werte einbringen können.

Dr. Olaf Heinrich, Vorsitzender des Landesvereins, sieht in dem Preis eine Brücke zwischen den Generationen: „Heimat ist kein fertiger Zustand, sondern ein Prozess. Mit unserem Jugendpreis ermutigen wir junge Menschen, das sichtbar zu machen, was Bayern in seinen vielfältigen Kulturformen ausmacht. Wir suchen lebendige Projekte, die zeigen, wie tief verwurzelt und gleichzeitig zeitgemäß Heimatpflege heute sein kann.“

Dass dieses Engagement vielfältig ist, zeigten die Preisträger der vergangenen Jahre. So retteten Schüler des Hans-Carossa-Gymnasiums in Landshut mit dem Projekt wertvolles Schriftgut aus ihrer Lehrerbibliothek vor dem Verfall, während die Trachtenjugend der „Oberlandler Wies“ mit einem selbst verfassten Hirtenspiel im eigenen Dialekt Bräuche und Sprache auf die Bühne brachte. Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Rudolf-Diesel-Realschule München vermittelten mit ihrem Projekt zur „Verfassungsviertelstunde“ die Werte der Bayerischen Verfassung via YouTube und in Quizformaten.

Bewerbungen sind bis 30. September möglich. Der erste Preis ist mit 5500 Euro dotiert, der zweite mit 3500 Euro und der dritte mit 2500 Euro. Gefördert wird der Jugendpreis von der Münchner Rosner-und-Seidl-Stiftung. Die Teilnahme-Modalitäten sind unter heimat-bayern.de/ausschreibung-jugendpreis-2026 abrufbar. red