Die Hofheimer Allianz umfasst sieben Kommunen im nördlichen Landkreis – von Riedbach im Westen bis Maroldsweisach im Osten. Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 wurden rund 400 Gebäudeleerstände beseitigt. Aus einer Wegzugsregion wurde eine Zuzugsregion mit heute rund 15.000 Einwohnern.

Kerstin Brückner will dazu beitragen, die Erfolgsstory fortzuführen. Seit November letzten Jahres arbeitet sie in einem dreijährigen Pilotprojekt, das über das europäische Leader-Programm gefördert wird. Ihr Arbeitsplatz ist im Bürgerzentrum in Hofheim am Marktplatz 1. Dort stellte sie am Dienstag ihre Projektstelle mit dem Titel „Netzwerk Soziale Resilienz im Hofheimer Land“ vor.

Brückners Hauptziel ist es, Neubürger schnell zu integrieren um Wegzüge zu vermeiden.

Ein Baustein dabei ist die Unterstützung von Nachbarschaftsnetzwerken. Willkommenskomitees, bestehend aus zwei oder mehr Bürgern, sollen Neubürger persönlich begrüßen und ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie im Ort Fuß fassen können, beispielsweise in Vereinen.

Als gutes Beispiel nannte Brückner die Gemeinde Ermershausen, wo Neubürger einen Flyer erhalten mit einem Ortsplan und Informationen über vorhandene Vereine, Ärzte oder Einkaufsmöglichkeiten.

Auch gemeinsame Mittagstische seien geplant, wie sie bereits seit Jahren in der Mehrgenerationenwerkstatt in Aidhausen angeboten werden.

Brückner organisiert auch monatliche Treffen für Neuzugezogene, Rückkehrer oder Zuzugsinteressierte mit wechselnden Themen. Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 28. Januar, um 18.30 Uhr im Cafe Maya in der Hauptstraße 12 in Hofheim statt. Das Thema lautet dann: „Bring jemanden mit“. Im Februar lautet das Thema: „Lieblingsprodukte aus dem Hofheimer Land“. Im Mai ist ein Mitbringpicknick für Jedermann zum „Tag der Nachbarschaft“ geplant.

Auch Sommerausflüge ins Hofheimer Land stehen auf dem Programm. Am 5. Juli ist eine Umrundung des Allianz-Gebiets per Fahrrad in vier Etappen im Angebot. Eine Denkmal-Tour ist am 13. September geplant.

In Digitalworkshops sollen Jugendliche, Senioren und digitale Neulinge beispielsweise über Fragen der Handynutzung aufgeklärt werden.

Workshops sollen die Kompetenz von Verwaltungsmitarbeitern, Stadt- und Gemeinderäten stärken. Schüler sollen für Dorfentwicklung und Ehrenamt sensibilisiert werden.

Aktuell laufe eine Bedarfsabfrage in allen 53 Orten der Hofheimer Allianz, um zu ermitteln welche Strukturen es bereits gibt und wo Unterstützungsbedarf besteht, so Brückner.

Wer Fragen oder Anregungen hat, kann sich bei ihr melden unter 0152 36354332 ( WhatsApp ), Telefon 09523-5033725 oder per E-Mail unter kerstin.brueckner@hofheimer-land.de.