Ein Hirte mit Stab und Schäfchen ist am Rande des Kellerfests als Andenken zum 500. Reformationsjubiläum der Öffentlichkeit übergeben worden.
Bürgermeister Bernd Steinhäuser erinnerte in der kleinen Feierstunde an das erste Kasendorfer Marktevent und das Open-Air-Krippenspiel 2017 am Festplatz anlässlich des Reformationsjubiläums. Er hob die Leistung des 23-jährigen Künstlers Jonas Lauterbach aus Döllnitz hervor.
Jonas Lauterbach ist Anlagenmechaniker bei der Firma Schwender und bildet in seiner Freizeit mit Motorsäge und Fräse aus Holz erstaunlich naturgetreu Tiere und menschliche Figuren nach.


Mit Symbolkraft

Volkmar Schulze, Vorsitzender des CVJM Kasendorf, konnte ihn für die Gestaltung der 1,80 Meter großen Hirtenfigur gewinnen. Waltraud Jarosch stiftete den Stamm einer stattlichen Ulme. Schulze verdeutlichte die Symbolkraft des Hirten mit Blick auf das Reformationsjubiläum. Zum einen hätten die Hirten ganz im Sinne der Reformation die Ursprünge der christlichen Kirchen als erste überprüft und verkündigt. Zum anderen vergleiche sich Jesus selbst mit einem guten Hirten, "der hält, trägt und zum Ziel führt".
Die wichtigste Botschaft der Reformatoren sei die Aufforderung zum Glauben an diesen guten Hirten gewesen. Luther habe sogar aufgrund der Tragweite dieses Glaubens an den guten Hirten seine Lehre vom Priestertum aller Gläubigen entfaltet, "denn wer gehalten, getragen und geführt wird, kann halten, tragen und leiten".
Schulze dankte Jonas Lauterbach für sein Engagement, Matthias Blumensaat für den gelungenen Hirtenhut aus Kupferblech, Waltraud Jarosch für den Ulmenstamm, dem Marktgemeinderat für den Platz vor dem kleinen Pavillon sowie dem Kirchenvorstand und den Mitarbeitern der CVJM-Bibelwerkstatt für alle Unterstützung.
Eine achtsame Ruhe erfüllte das Kellerfest, als Pfarrer Stefan Lipfert die Besucher zum Beginn der Segenshandlung aufforderte, den Psalm 23 mitzusprechen. Die Verantwortlichen freuten sich über das rege Interesse am Denkmal "zum" guten Hirten. red