Die gute und sachliche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Aurachtal (VG) wurde in der konstituierenden Sitzung des Gremiums einhellig betont. Dies drückte dann sich auch bei der Neuwahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters aus. Einstimmig wurden unter der Leitung der Hauptamtsleiterin Nicole Urbanski die Bürgermeister Klaus Schumann (Aurachtal) als Gemeinschaftsvorsitzender und Klaus Hacker (Oberreichenbach) als dessen Stellvertreter gewählt beziehungsweise in ihrem Amt bestätigt.

Die acht Delegierten der zwei VG-Gemeinden folgten dem Wahlvorschlag des Oberreichenbacher Bürgermeisters, seinen Amtskollegen Klaus Schumann zum Vorsitzenden zu wählen und umgekehrt schlug der Aurachtaler Bürgermeister den Oberreichenbacher Bürgermeister als Stellvertreter vor.

"Die Zusammenarbeit klappt sehr gut. Sie ist geprägt von kurzen Wegen und guter Abstimmung", erklärte Klaus Schumann. Diese erfolge sehr flexibel, funktioniere gut und Anerkennung zollte er in diesem Zusammenhang nicht zuletzt den Gemeinderäten der beiden Mitgliedsgemeinden und der Verwaltung. Ähnlich äußerte sich auch Klaus Hacker, der ebenfalls die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der beiden Gemeinden hervorhob.

Die neue Geschäftsordnung mit Aktualisierungen hatte Nicole Urbanski vorgetragen. So wurde die Neufassung der Zeit angepasst und insbesondere der Umgang mit Dokumenten und elektronischen Medien mit aufgenommen.

Zustimmung gab es auch für die beiden Bürgermeister als Standesbeamte. Die Bestellung der beiden Bürgermeister wird auf das Aufgabengebiet der Eheschließungen beschränkt.

Auf der Tagesordnung der konstituierenden Sitzung stand auch die Erweiterung des pädagogischen Gesamtkonzepts der Grundschule Aurachtal mit einem Schulhund. Der Labrador Retriever "Einstein" der Lehrkraft Kerstin Schneider soll ab September als Lernbegleiter eingesetzt werden. Ein Schulhund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der zur Förderung der sozialen Kompetenz einen hohen Beitrag leistet. Der Hund als Therapiebegleithund beeinflusst Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler positiv und fördert neben der Sozialkompetenz ebenso das körperliche Wohlbefinden in der Schule.

Für die Kinder sei der Umgang mit einem Hund sehr bereichernd. Denn ein Hund mache keine Unterschiede und nehme die Kinder so an, wie sie sind und bewerte sie auch nicht. Das motiviere die Kinder auch untereinander, ohne Vorbehalte aufeinander zuzugehen und stärke das Selbstbewusstsein, berichtete Klaus Schumann.

Eltern stimmen Schulhund zu

"Die Eltern wurden im März mit einem Informationsschreiben über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt und alle Eltern haben einer Begleitung des Schulhundes zugestimmt", erklärte Bürgermeister Klaus Schumann. Er ist auch ist überzeugt, dass "Einstein" den schüchternen Kindern helfen kann, aus sich herauszugehen, sich zu öffnen.

Die "Zappelphilipps" dagegen lernen, Grenzen zu akzeptieren, Rücksicht zu nehmen. Geschult wird auch die nichtsprachliche Kommunikation: Durch den Hund lernen die Kinder, stärker auf Körpersignale zu achten. "Einstein" sei nicht ständig dabei, sonst würde sich der Effekt verschleißen, außerdem wäre es für den Hund zu viel. Denn wenn der Hund Ruhe braucht, darf sich der Vierbeiner zurückziehen, er hat einen eigenen geschützten Bereich.

Den Vortrag des wiedergewählten Vorsitzenden konnten Klaus Hacker und Sandra Berlacher nur beipflichten. So ist im Oberreichenbacher Hort immer wieder mal ein Hund präsent: "So ruhige und rücksichtsvolle Kinder erlebt man selten", sagte der Oberreichenbacher Bürgermeister. Nach kurzer Diskussion stimmte das Gremium dem Schulhundeeinsatz zu. "Einstein", der zertifiziert sein muss, beginnt seine 60-stündige Ausbildung. Auf Vorschlag von Klaus Schumann werden die Ausbildungskosten in Höhe von 1170 Euro übernommen.