In dem kleinen Bad Rodacher Stadtteil Sülzfeld leben rund 65 Einwohner. Die Feuerwehr mit einer Personenstärke von 15 Personen stellt den Feuerwehrschutz für ihr Dorf sicher und sorgt für ein funktionierendes Dorfleben. Am Vorabend ihres alljährlichen Dorffestes lud die Feuerwehr zu einem Ehrungsabend alle Kameraden, Mitglieder des Vereins und Ehrengäste ein. Sie wurden vom Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Marc Dill, begrüßt.
Über 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr zu tun, bedeute, eine große Verantwortung zu übernehmen, und dies bei Übungen sowie bei Einsätzen, sagte Dill. Bernd Eyermann ist seit 40 Jahren aktiv und führt seit 32 Jahren als Kommandant die Wehr. Er habe zu der guten Ausbildung der Kameraden durch seine Führungsposition beigetragen, sagte Dill. Die große Übungsbeteiligung zeuge von einer guten Planung. Die Wehr sei immer einsatzbereit. "Mach weiter so", sagte Dill zum Kommandanten und dankte ihm.
Thomas Demel, der ebenfalls 40 Jahre Dienst in der Wehr versieht, bekleidet das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden und des stellvertretenden Kommandanten. Er war auch viele Jahre Jugendwart. Einen "guten Job" habe er gemacht, was auch an den Abzeichen an den Jacken zu ersehen sei. Darüber hinaus pflege er auch den 50 Jahre alten Feuerwehranhänger, der wie neu aussehe, sagte Dill und dankte Thomas Demel.
Die staatliche Ehrung übernahm Landrat Michael Busch im Auftrag des Innenministers Joachim Herrmann. Der Dienst in der Wehr habe sich ständig gewandelt und nicht nur die Technik selbst, sondern auch die veränderten Einsätze bei Unfällen, sagte Busch.
Deshalb sei eine stete Weiterbildung sehr wichtig. Er bedankte sich bei der großartigen Leistung der Geehrten sowie den 15 Feuerwehrleuten, die sich für ihr kleines Dorf einsetzten und Jugendliche ausbildeten. "Es werden alle auch noch so kleinen Wehren gebraucht", gab Landrat Busch zu verstehen. Für den ersten Löschangriff vor Ort sei immer die eigene Wehr ausschlaggebend. Er verwies auf die neuen Herausforderungen im Coburger Land mit dem ICE, der Autobahn und dem langen Tunnel.
Mit dem goldenen Ehrenzeichen und der Urkunde übergab er an die zwei Geehrten einen Gutschein für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain samt Dankesschreiben von Innenminister Herrmann. Busch gratulierte zur Auszeichnung persönlich und im Namen der Kreistagskollegen.
Einen Rückblick über 40 Jahre Dienst gab Kreisbrandmeister Detlef Schoder. Bernd Eyermann legte bis zur Stufe sechs die Leistungsprüfungen ab, ließ sich zum Gruppenführer und Leiter einer Wehr ausbilden und nahm an mehreren Standortausbildungen teil. Er ist der dienstältestete Kommandant im Unterkreis. Thomas Demel durchlief ebenfalls die Leistungsprüfungen, nahm unter anderen an der Maschinisten-, Truppmann-, Gruppenführer- und der Ausbildung als Leiter einer Wehr erfolgreich teil. Er kümmerte sich auch mehrere Jahre lang um die Ausbildung der Jugendlichen und übte das Amt des Vereinsvorsitzenden aus. Das Dorfleben mit Dorffest liege ihm sehr am Herzen, sagte Detlef Schoder in seiner Laudatio über Bernd Eyermann.
"Die Mischung macht's", waren die Worte von Kreisbrandrat Manfred Lorenz. Egal welche Größe ein Wehr habe, alle würden gebraucht. Er appellierte an die Jugend, sich für die Wehr zu entscheiden und sich ausbilden zu lassen.
Die zwei erfahrenen Kollegen zeichnete er vonseiten des Kreisfeuerwehrverbandes aus. Für große Verdienste erhielten Thomas Demel das bronzene und Bernd Eyermann das goldene Abzeichen mit einer Urkunde.
Die Grüße und Glückwünsche der Stadt Bad Rodach überbrachte der Zweite Bürgermeister Ernst Geiling. Die Geehrten bezeichnete er als die Stützen der Wehr und dankte ihnen im Namen der Stadt Bad Rodach.
Elke Eyermann, Claudia Reinhardt und Andrea Demel wurden für ihre 20-jährige Tätigkeit in der Feuerwehr geehrt. Alle drei legten die Leistungsprüfungen bis zur Stufe sechs ab und sind im Vorstand des Vereins aktiv. Ein großes Lob galt auch Peter Pohl für seine 30-jährige Schatzmeister-Tätigkeit. Mit Geschenken wurde diese freiwillige Arbeit belohnt. Nach dem offiziellen Teil schloss sich ein gemütliches Beisammensein im Dorffestzelt an. Karin Günther