Oswald Gundermann, der am Donnerstag 90 Jahre alt geworden ist, ist ein echtes Ketschendorfer Urgestein. Als er am 5. Juli des Jahres 1928 das Licht der Welt erblickte, war Ketschendorf noch eine eigenständige politische Gemeinde. Oswald Gundermann war der älteste Sohn von Alexander Gundermann und seiner Ehefrau Martha, geborene Aron. Seine beiden jüngeren Brüder Horst, geboren 1938, und Hans, geboren 1939, gehören wie der Jubilar zur Ketschendorfer Prominenz.
Oswald besuchte zunächst von 1935 bis 1941 die Volksschule in Ketschendorf und anschließend von 1941 bis 1943 die Martin-Luther-Schule am Coburger Albertsplatz. Von 1943 bis 1945 war der junge Oswald Gundermann im Arbeitsdienst der Wehrmacht eingesetzt. Er arbeitete bei einem Bauern in der Nähe von Passau. Für kurze Zeit war er in amerikanischer Kriegsgefangenschaft in Pfaffenhofen.
Nach der Rückkehr 1946 machte er eine Schreinerlehre bei der Firma Oehrl in Coburg. Spätere Arbeitsplätze waren die Firmen Trutz Karosseriebau in Coburg und die Schreinerei Voit in Ahorn. Beim Tanz in Triebsdorf lernte er seine spätere Ehefrau Hilde, geborene Mann, kennen. Die beiden jungen Leute heirateten und wohnten bis 1957 in Ahorn. Tochter Ilona wurde 1952 geboren. 1957 zog die Familie in Oswalds Elternhaus ein. Dort wohnt der Altersjubilar bis heute. 1960 kam Tochter Petra auf die Welt. Zum 90. Geburtstag gratulierten sechs Enkel und vier Urenkel. Oswald Gundermann war seit jeher ein Motor des Ketschendorfer Gemeinschaftslebens. Er ist seit langen Jahren Mitglied und Ehrenmitglied im Bürgerverein, im Obst- und Gartenbauverein, im Gesangverein. In der Fußballmannschaft des Sportvereins spielte er im Sturm mit, Kassierer war er dort auch. Oswald Gundermann hält seit gut 60 Jahren den Sozialdemokraten die Treue. Und er ist Ehrenlöschmeister der Feuerwehr Ketschendorf. mako