Günther Geiling Die Bauarbeiten und Sanierungen am Schulzentrum in Haßfurt gehen wohl weiter. Für die Sporthalle steht ohnehin noch eine Sanierung (oder Neubau) an. Außerdem gibt es dringende Wünsche aus dem Bereich der Mittel- und der Grundschule. Die Gebäude beider Schulen nahm deswegen die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Schulzentrum Haßfurt in Augenschein, um sich von der Notwendigkeit der Maßnahmen zu überzeugen. Den Zweckverband bilden der Landkreis Haßberge und die Stadt Haßfurt.

Erweiterung wird nötig

Architekt Peter Giessegi stellte in der Grundschule die Überlegungen für die gewünschte Erweiterung mit Anbau vor. Er zeigte auf, wo die beiden Klassenzimmer mit zwei Gruppenräumen gebaut werden sollen. "Wir sind noch in der Vorplanung, könnten aber loslegen, um dann richtig durchzustarten. Mit der Stadt und dem Zweckverband haben wir die Hoffnung, dass Rauchzeichen aus Würzburg kommen, um für das Raumprogramm grünes Licht zu erhalten", meinte der Planer.

Rektorin Gisela Schott wies darauf hin, dass man eigentlich schon im neuen Schuljahr weitere Räume benötige. Dafür den Handarbeits- oder Musikraum aufzulösen, mache wenig Sinn, weil man dann keine Gruppenräume mehr habe, sagte sie. "Umso wichtiger ist es deshalb, mit dem Anbau zu beginnen, weil wir auch nicht auf die Mittelschule ausweichen können."

Mehrere Problemzonen

In der Albrecht-Dürer-Mittelschule sah sich die Verbandsversammlung den Eingangsbereich an, der mit Windfang barrierefrei werden soll. Als zweite Baustelle gilt das ehemalige Hausmeisterwohnhaus, in das unter anderem zwei Gruppenräume integriert werden.

Die "Baustelle Süden" nannte Rektor Matthias Weinberger die nicht gedämmten Brüstungen und den mangelnden Schutz vor der Sonne im Süden der Mittelschule. "Von früh bis abends haben wir hier eine starke Sonneneinstrahlung, die 2018/19 und auch heuer sehr stark ist, so dass wir über 26 Grad kommen. Solche Raumluftzustände sind für einen normalen Unterricht nicht zuträglich", sagte er. Dies sei nicht nur an einzelnen Tagen so, sondern eigentlich von Mitte Mai bis Juli der Fall, sagte er.

Architekt Giessegi schlug eine freie Nachtkühlung vor. Damit sollen andere Temperaturen für die Räume möglich sein.

Als "vierte Baustelle" wurde die WLAN-Ausstattung genannt. Sie soll flächendeckend sein; der Auftrag ist schon vergeben; die Arbeiten sollen in den Ferien ausgeführt werden.