Bei der Gemeinderatssitzung am Montag brachte Gemeinderat Matthias Kreisler (FW) ein Thema auf den Tisch, das Bürger und Ratsmitglieder gleichermaßen beschäftigt: Grub leidet unter dem ICE-Lärm. "Es rumpelt so, dass es manchmal nicht feierlich ist, insbesondere beim Gegenverkehr auf der Brücke", sagte auch Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG). Er forderte die Bürger auf, sich bei der Bahn zu beschweren. Nähere Auskunft dazu könne die Gemeinde erteilen.
Ein Gutachten brachte es an den Tag, dass im Bereich der Hausmülldeponie Bauer & Böhnhardt ein Altlastenverdacht besteht. Durch abgelagerte Abfälle - darunter soll sich sogar ein Leichenwagen befinden - hat sich eine hohe Gefährdung für den Wirkungspfad Boden/Grundwasser ergeben. Es sind deshalb weitere Detailuntersuchungen zur Erkundung und zur Fortschreibung erforderlich, um die Gefährdung abschätzen zu können. Den "Schwarzen Peter" schob das Landratsamt der Gemeinde zu. Nach Abwägung aller Einzelheiten, so das Landratsamt, sei die Gemeinde die Sanierungspflichtige. Da war sich der Gemeinderat schnell einig: Es wird Widerspruch eingelegt. "Wir werden dagegen vorgehen", kündigte Bürgermeister Wittmann an.
Etliche Bürger haben sich über Hundegebell und Hundekot beschwert, da die Tiere des Morgens vor die Haustüre gesperrt würden. Der Geruch sei eine Belästigung, so dass bereits das Veterinäramt eingeschaltet worden sei. Es erging der Appell des Bürgermeisters an die Hundehalter, sich an die Regeln zu halten.
Aufgrund eines Bürgerantrages anlässlich der Bürgerversammlung wurde festgelegt, dass in Anbetracht der Parksituation probeweise ein Halteverbot im Bereich "Trafostation Höhe Weidinger" bis zum Eingang des Biergartens "Goldene Rose" erlassen wird. Einem Vorschlag, einen Geschenkgutschein in Form eines "Markttalers" einzuführen, wurde nicht entsprochen. Die Gemeinde wird bei der Kassenärztlichen Vereinigung wegen der künftigen ärztlichen Versorgung in der Gemeinde vorstellig werden.
Gemeinderat Stefan Rose (FW) mahnte beim Bürgermeister die Ausweisung neuer Baugebiete an, da wöchentlich zwei bis drei diesbezügliche Anfragen bei der Gemeinde eingingen, wie Rose sagte.
"Sie leisten auf unspektakuläre Weise Hilfe", sagte Wittmann zu den Blutspendern Heiko Jacob, Gisela Jacob, Sabine Knauf (25 Mal), Thomas Buga (50 Mal) und Manfred Bürger (75 Mal).