Im feierlichen Rahmen die neue Kronacherin Schulamtsdirektorin Gisela Rohde in ihr Amt eingeführt. Zum 15. Februar hatte sie die Nachfolge von Uwe Dörfer angetreten. Die Neubesetzung war notwendig geworden, nachdem der langjährige Schulamtsdirektor Uwe Dörfer mit Beginn 2018 die fachliche Leitung der Staatlichen Schulämter für den Landkreis und die Stadt Coburg übernahm.
"Schola semper est reformanda! Schule bleibt neu! Das ist mein Leitspruch. Auch hier im Schulamtsbezirk Kronach wird er Wegweiser für meine Tätigkeit sein", sagte Rohde in ihrer Ansprache. Digitale Bildung, Inklusion, Lehrplan plus, flexible Eingangsstufe, Berufsorientierung, Gestaltung von Übergängen, sinnvolle Förderung und Integration von Schülern mit Migrationshintergrund, Evaluationen, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Lehrerfortbildung - dies seien nur einige Themenschwerpunkte, mit denen man noch etliche Jahre beschäftigt sein werde. "Das ist keine einfache Aufgabe, aber auf jeden Fall spannend", zeigte sie sich sicher und ließ die Gäste an einigen ihrer ersten "Impression aus der Schullandschaft" Kronach teilhaben, vom Englisch-Vorlesewettbewerb an der MS Kronach über die Einweihung des Experimentierraums an der GS Rodachtal bis zur Lehrerkonferenz in der GS Mitwitz. "Immer standen die Schüler im Mittelpunkt; immer war Schulgemeinschaft deutlich spürbar. Das Beste aber ist, die Initiative kam immer von der Schulgemeinschaft, ohne Anweisung einer übergeordneten Behörde", lobte sie.
Thomas Engel gab in der offiziellen Amtseinführung einen Einblick in Rohdes beeindruckende Berufslaufbahn mit vielfältigen Funktionen. Während ihrer Zeit als Lehrerin, Konrektorin und Rektorin habe sie sich in vielerlei Hinsicht einen Namen gemacht - beispielsweise als fachkundige Referentin in der Lehrerfortbildung oder als Teamsprecherin eines Evaluationsteams im Rahmen der Schulentwicklung und Qualitätssicherung. "Sie sind an ihren Herausforderungen gewachsen", würdigte er ihr breites Erfahrungsspektrum aus vielen unterschiedlichen Wirkungsstätten.
Die Leitung eines Staatlichen Schulamts könne nur mit Partnern an der Seite gelingen. Bei allem sollte man immer vorrangig die Schüler im Blick haben. Der Kreis sei gewillt, betonte Landrat Klaus Löffler, die Schulen und Sachaufwandsträger zu unterstützen und die Schüler bestmöglich auszustatten. Im Staatlichen Schulamt habe UweDörfer ein starkes Fundament hinterlassen. Für Rohde gelte es, darauf aufzubauen, aber dabei eigene Ideen zu formulieren.
Die vielen Gäste waren von Schulrätin Kerstin Zapf begrüßt worden. Diese wünschte Gisela Rohde ebenso eine glückliche Hand wie auch der BLLV-Personalratsvorsitzende Reinhard Horn. Stimmungsvoll umrahmt wurde die Feierstunde von der Lehrer-Bläsergruppe. hs