Der Ortsverein Coburg der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat sich in den vergangenen Jahren an der Gestaltung der Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag im März beteiligt. Dies berichtete die Coburger Verdi-Vorsitzende Anni Schuhmann-Demetz bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch im Coburger Stadtteil Neuses. In den März fällt meistens auch der "Equal-Pay-Day" (dieses Jahr am 18. März), der auf die Einkommensunterschiede bei Männern und Frauen aufmerksam macht. Diese Differenzen seien beim Equal-Pay-Day des vergangenen Jahres bei einer Straßenaktion der Öffentlichkeit deutlich gemacht worden. Mitglieder von Verdi verteilten in Coburg (natürlich keine echten) 100-Euro-Scheine an die Männer und 78-Euro-Scheine an die Frauen.


Sinkflug bei den Renten

Trockenes Brot gab es bei einer anderen Straßenaktion unter dem Motto "trockenes Brot, denn für die Butter reicht es nicht mehr". Damit unterstrichen die Verdi-Gewerkschafter ihre Forderung, dass der Sinkflug bei den Renten gestoppt werden müsse. Eine Ausstellung im Ämtergebäude (ehemaliges Erbprinzenpalais) unter dem Titel "Who cares?" machte auf die Problematik rund um die Pflege und den Nachwuchsmangel bei den Pflegeberufen deutlich. Außerdem ist die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft auch an der Arbeitsgruppe Erinnerungskultur in Coburg beteiligt. Dazu wies die Vorsitzende Schuhmann-Demetz bereits jetzt darauf hin, dass sich am 9. November der Tag der Reichspogromnacht zum 80. Mal jähre.


Vorsitzende bestätigt

Die Neuwahlen bestätigten Anni Schuhmann-Demetz einstimmig in ihrem Amt als Vorsitzende. Stellvertreter bleibt Michael Blümlein. Beisitzer sind in den nächsten vier Jahren Ulrike Heinze-Zelger, Wilma Knauer, Heidi Ludwig, Angela Platsch, Martin Koch, Herbert Krug, Thilo Ehrl, Wolfgang Weichwald, Andreas Kirchner, Melanie Hösch und André Knauer. Der Verdi-Ortsverein Coburg hat derzeit rund 2100 Mitglieder in 13 Fachbereichen.