Fast noch in Schockstarre befand sich der Bischberger Gemeinderat bei seiner Sitzung in der Grundschule, hatte man doch nur wenige Stunden zuvor den langjährigen Bürgermeister Johann Pfister, der völlig überraschend und plötzlich wenige Tage zuvor verstorben war, in feierlichem Rahmen zu Grabe getragen. In einer Gedenkminute gedachte der Rat mit Bürgermeister Michael Dütsch nochmals des Verstorbenen, ein Bild und eine Kerze am Platz von Johann Pfister dokumentierten das Unfassbare. Ohne große Diskussionen wurden die wenigen Tagesordnungspunkte abgehandelt.

Nachdem das Dorfgemeinschaftshaus in Tütschengereuth nunmehr fertig gestellt ist, geht es noch darum, die Außenanlagen zu gestalten. Vier verwertbare Angebote gingen ein, das höchste über 360 000 Euro, das niedrigste über 272 000 Euro, der Mindestbietende, eine Hallstadter Firma, erhielt den Zuschlag. Entsprechende Mittel wurden in den Haushalt 2020 eingestellt.

Vorgestellt wurde auch das mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege erarbeitete Grünflächenbewirtschaftungskonzept der Gemeinde Bischberg. Dies soll zu einer Verbesserung der Artenvielfalt führen ("Rettet die Bienen"). Ziel ist es, die ausgewählten Flächen nicht mehr mehrmals im Jahr mit dem Böschungsmäher zu mulchen, sondern ein- bis zweimal im Jahr mit einem Balkenmäher zu mähen, dabei das erste Mal frühestens Mitte Juni, ein zweites Mal, wenn notwendig, im September. Die Gemeinde Bischberg wird dafür nicht den Landschaftspflegeverband beauftragen, sondern die Mäharbeiten durch den Bauhof in Eigenregie durchführen.

Nach Ablauf der Amtszeit war es Aufgabe des Gemeinderates, einen neuen Senioren- und Behindertenbeauftragten zu bestimmen. Die bisherigen Beauftragten Raimund Meister und Alois Pfohlmann hatten ihre Ämter im Laufe der letzten Legislaturperiode niedergelegt. Der Gemeinderat benannte für beide Ämter nun das Gemeinderatsmitglied Henk Klaassen.

Im Zuge einer neuzeitlichen Wasserversorgung beauftragte der Gemeinderat das Ingenieurbüro Höhnen & Partner, eine Machbarkeitsstudie zur Inbetriebnahme einer zentralen Enthärtungsanlage zu erstellen. Dafür wurden im allgemeinen Haushalt 23 520 Euro netto eingestellt.