Geht es nach den Vertretern der Bezirksliga-Vereine, dann wird der VfL Frohnlach oder der TSV Mönchröden Meister. Nicht weniger als 14 tippen auf die Frohnlacher, elf nannten immerhin auch den TSV Mönchröden als kommenden Primus und Aufsteiger.
Das sind Vorschusslorbeeren, die man sich einerseits hart erarbeitet hat. Anderseits aber auch Druck aufbauen, mit dem vor allem die Trainer gar nichts anfangen wollen und können.
Zweimal wurde auch der FC Oberhaid genannt, der selbst "nur" den Klassenerhalt als Ziel angegeben hat. Und das obwohl die Rand-Bamberger den spektakulärsten Neuzugang in ihren Reihen haben: Ihr neuer Spielertrainer ist Torsten Oehrl - dessen letzte Station als Spieler war der FC Bayern München II.


TSV Meeder

Den TSV Meeder hat dagegen - verständlicherweise - keiner auf der Rechnung. Für derartige Höhenflüge ist der Spielerkader individuell zu dünn besetzt. Der Klassenerhalt ist und bleibt das realistische Dauerziel der TSVler. Trotzdem sorgten auch die Verantwortlichen in Meeder mit zwei Personalien für eine gewisse Furore: Den neuen Coach Bastian Bauer hatten die wenigsten auf dem Zettel, doch mit dem Ex-Torhüter des VfL Frohnlach und zuletzt in Diensten des Kreisklassisten Spvg Wüstenahorn stehenden Spielertrainer war man sich schnell einig. Dass die Macher in Meeder bei dieser Kooperation ein "Näschen" bewiesen, zeigt der Kreisliga-Aufstieg der Spvg Wüstenahorn.
Einen Riecher hat auch Benjamin Kraußer. Und zwar einen Torriecher. 27 Mal traf der "Knipser" letzte Saison für den TSV Unterlauter "ins Schwarze". Dass er diese Quote auch zwei Klassen weiter oben bestätigt, ist zwar eher unwahrscheinlich, doch die Fans in Meeder dürfen sich wieder auf einen Lokalmatadoren mit hohem Unterhaltungswert freuen.


TSV Mönchröden

Natürlich würden die "Mönche" gerne wieder Landesliga-Zeiten erleben - daraus machen die Verantwortlichen auch gar kein Hehl - doch unglücklich sind die "Mönche" mit der Bezirksliga West nicht. Die Zuschauer-Resonanz im Wildpark ist seit Jahren konstant, vielleicht kommen im Durchschnitt sogar die meisten Besucher zum Fußball in der Region.
Die Elf von Trainer Thomas Hüttl gab keinen einzigen Leistungsträger ab und stellt deshalb auf Anhieb eine eingespielte Truppe. Dazu kamen starke Neuzugänge und der 5. Platz aus der Vorsaison schürt zudem eine gewisse Erwartungshaltung. Viel wird für die "Mönche" deshalb auf einen erfolgreichen Saisonstart ankommen. Denn Lust, erneut hinter den Spitzenklubs herzuhecheln, hat niemand mehr beim TSV. oph