Viele helfende Hände waren, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, an einem sonnigen, wenn auch kalten Samstagmorgen zusammengekommen, um im Freilichtbereich des Gärtner- und Häckermuseums alles für den bevorstehenden Winter vorzubereiten. Es wurde geschnitten, gegraben und gefräst, bis der Garten "abgeräumt" und für die kalte Jahreszeit vorbereitet war, wie die Pressestelle der Stadt berichtet.

Damit befindet sich das kleine Museum nun in der Winterpause. Für seine Gäste musste es in diesem Jahr coronabedingt bereits eine Woche früher als geplant schließen. Dass die Saison so abrupt endet, war nicht erstaunlich, eher erwartet, und im Vergleich zum Frühjahr waren jetzt alle bereits vorbereitet. Damit geht ein turbulentes Jahr für das kleine Museum in der Bamberger Gärtnerstadt zu Ende, mit neuem Hygienekonzept nebst entsprechender Maßnahmen, verkürzter Öffnung und weniger Gästen, aber annähernd gleichbleibenden Ausgaben und Arbeiten.

All dies bleibt nicht ohne finanzielle Verluste für den ehrenamtlichen Verein, der das Museum betreibt, dennoch wird positiv in die Zukunft geblickt: "Wir schauen auf eine ereignis- wie arbeitsreiche Saison zurück. Die Winterpause werden wir sinnvoll nutzen, um unseren Gästen auch 2021 wieder interessante Besuche im Museum ermöglichen zu können", so Andreas Dechant, Erster Vorsitzender des Vereins Gärtner- und Häckermuseum. Ab dem 30. März 2021 wird das Museum, so es die Bestimmungen zulassen, die Türen wieder für seine Gäste öffnen und in eine neue Saison starten.

Als einziges Museum in Süddeutschland bietet das Gärtner- und Häckermuseum Bamberg Informationen rund um das gewerbliche innerstädtische Arbeiten und Leben der Gemüse- und Weingärtner, ihre Kultur und Geschichte. Die Altstadt von Bamberg gehört seit 1993 zum Unesco-Welterbe. Einen Teil des Welterbegebiets bildet das Siedlungsgebiet der Gärtnerstadt. Noch heute sind dort typische mittelalterliche Gärtnerhäuser samt Anbauflächen erhalten. Zudem wurde der innerstädtische Erwerbsgartenbau 2016 auf die deutsche Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. red