Als AWO-Kreisvorsitzender weiß er um die Sorgen und Nöte der Menschen im Alltag. Als SPD-Fraktionsvorsitzender im Bayreuther Stadtrat ist Thomas Bauske für seine direkte Art bekannt. Man glaubt ihm, wenn er sagt, er kenne sich mit sozialen Fragen und kommunaler Politik aus. "Sozialdemokrat sein heißt für mich, den Leuten Gehör zu verschaffen, die dies nicht selbst vermögen." Seit November ist es bekannt: Die SPD schickt den Oberstudienrat vom Bayreuther Graf-Münster-Gymnasium als Direktkandidaten für den Wahlkreis 240 mit den Landkreisen Kulmbach und Lichtenfels sowie dem östlichen Teil des Bamberger Landkreises bei der Bundestagswahl 2017 ins Rennen. Bei einer Versammlung des SPD-Ortsvereins Ludwigschorgast im Gasthof Schicker stellte der 44-Jährige sich und seine Ziele vor.
Viele ehrenamtliche Positionen bekleidet Bauske. Er versicherte, mit einem leidenschaftlichen und engagierten Wahlkampf Stimmen zu sammeln. Sein Hauptanliegen: soziale Gerechtigkeit. Erwerbsleistung, so Bauske, müsse auskömmlich entlohnt werden, damit die Menschen im Alter von ihrer Rente leben können und nicht zu Sozialhilfeempfängern werden. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Mann und Frau sowie die zunehmende Altersarmut waren weitere Themen.
Flagge für die Polizei zeigte Inge Aures. Die Landtagsvizepräsidentin beklagte die dünne Personaldecke bei der Polizei in Bayern. Rund 2500 Beamte würden fehlen. Allein in Oberfranken seien über elf Prozent der Stellen unterbesetzt. Die Polizei habe alle Hände voll zu tun, weil die Zahl der Delikte steigt. "Aber die CSU stellt sich gerne als die Partei der inneren Sicherheit dar. Das passt nicht zusammen." Sorgen bereiten der Politikerin die rechtsradikalen Kräfte im Land. "Lassen wir uns von diesen Populisten nicht blenden. Leider können sie die Unzufriedenheit der Menschen ausbeuten, ohne eigene Lösungen zu haben." tb