von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Marktschorgast — Die Verbesserung der Breitband-Versorgung für Marktschorgast ist beschlossene Sache. Am Donnerstagabend traf der Gemeinderat die Auswahlentscheidung und erteilte der Telekom den Auftrag für den Kernort sowie die Ortsteile Unter-, Mittel- und Oberpöllitz, Pulst, Rohrersreuth und Ziegenburg. Grundlage ist das Angebot der Telekom über 496 228 Euro. Bei der Regierung von Oberfranken wird eine Förderung von 446 605 Euro beantragt, sodass sich der Eigenanteil des Marktes voraussichtlich auf knapp 50 000 Euro beläuft.
Laut Siegbert Reuther von der Reuther NetConsulting in Bad Staffelstein erfolgt die Inbetriebnahme voraussichtlich bis Dezember 2016. Der Ausbau werde in Glasfaser bis ins Gebäude ausgeführt. Im Tiefbau seien 2359 Meter ohne Oberfläche zu verlegen und knapp 1700 Meter im öffentlichen Straßenbereich. Im Speedrohrverband werden 1760 Meter ausgebaut.
Auf die Nachfrage von CSU-Fraktionsvorsitzendem Marc Benker teilte Reuther mit, dass das derzeit in Marktschorgast entstehende Nahwärmenetz durchaus als Synergieeffekt genutzt werden könne. Hierzu könnten mit der Telekom auch Absprachen zur Verlegung von Leerrohren getroffen werden.


Gemeinde bezahlt Außenanlagen

Auf Antrag der Katholischen Kirchenstiftung werden die ungedeckten Kosten von 74 598 Euro für die Renovierung der Außenanlagen am "Haus für Kinder" von der Marktgemeinde übernommen. Im Haushalt 2015 wurde dafür bereits ein Betrag von 100 000 Euro bereitgestellt. Die Maßnahme ist nunmehr abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich auf 82 980 Euro. Nach Abzug der Spenden in Höhe von 8382 Euro ergibt sich ein offener Betrag von 74 598 Euro.
Bürgermeister Hans Tischhöfer dankte nicht nur der Kirchenstiftung, sondern auch den Spendern und dem Elternbeirat, der sich um Gelder von über 8000 Euro bemüht hat.
Keine Einwände hatte der Marktgemeinderat gegen das Bauvorhaben von Gabriele Marchewicz, die an der Nordostseite ihres Anwesens in Marktschorgast, Am Herrnberg 48, ein zwei Mal zwei Meter großes Mülltonnen-Häuschen errichten will. Das Gremium stimmte auch einer Abweichung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Herrenberg" zu.
Andree Barth (CSU) erinnerte an seinen Hinweis in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Soziales und Öffentlichkeitsarbeit vom 6. Mai, dass sich bei den Marktschorgaster Märkten im Frühjahr und Herbst mehr Vereine und Organisationen präsentieren sollten. Barth schlug vor, bei den Verantwortlichen nachzufragen oder sie zu einer Zusammenkunft einzuladen.
CSU-Fraktionsvorsitzender Marc Benker hielt eine grundsätzliche Steigerung der Attraktivität der Marktschorgaster Märkte für notwendig. Von daher müsse man sich mit den örtlichen Vereinen und Organisationen auch Gedanken über die Gesamtsituation machen. FW-Fraktionssprecher Dieter Schiphorst schlug vor, die Angelegenheit in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Soziales und Öffentlichkeitsarbeit zu erörtern.


ASV stemmt Kerwa nicht allein

Marc Benker sprach noch die Kirchweih an, die der ASV Marktschorgast in Zukunft wohl nicht mehr ohne Unterstützung ausrichten könne. Auch müsse man sich darüber Gedanken machen, wie und insbesondere mit welchem Konzept dieses auch für die Außenwirkung der Marktgemeinde wichtige Fest künftig stattfinden könne.
Stellvertretender Bürgermeister Nikolaus Ott wies darauf hin, dass man sich im Ausschuss für Kultur, Soziales und Öffentlichkeitsarbeit bereits mit dem Thema befasst habe. Handlungsbedarf sei auch deswegen gesehen worden, weil das gleichzeitig stattfindende Schützenfest künftig wegfallen wird.
Ottmar Popp (FW) teilte in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des ASV mit, dass man trotz des finanziell guten Ergebnisses zur Erkenntnis gelangt sei, dass die Kirchweih künftig nicht mehr vom ASV allein gestemmt werden könne. Man habe sich daher Gedanken über eine Zusammenarbeit mit anderen Marktschorgaster Vereinen gemacht.
Bürgermeister Hans Tischhöfer machte daraufhin den Vorschlag, die Angelegenheit zusammen mit den Verantwortlichen des ASV Marktschorgast in der nächsten Sitzung des Ausschuss für Kultur, Soziales und Öffentlichkeitsarbeit zu erörtern.