Fast überall in Bayern hausten in der Nacht zum Sonntag schwere Unwetter. Keller wurden überflutet, von zahlreichen Blitzeinschlägen wurde berichtet. Die Gemeinde Adelsdorf, die in den vergangenen Jahren mehrmals stark geflutet wurde, blieb diesmal verschont.

Am gestrigen Sonntag um 8.33 Uhr bekamen die Adelsdorfer die Starkregenalarmierung auf ihre Handys: "Überflutungsgefahr S2 für Adelsdorf West - Überschwemmung aus Kanal und Fließgewässer möglich." Diese Meldung kam per Mail und auch übers Telefon.

Es regnete zu dieser Zeit wie aus Eimern. Viele Einwohner bangten um ihre Keller und so mancher überlegte, ob die eingebauten Rückstauklappen im Ernstfall funktionieren. Um 8.44 Uhr wurde die Alarmierung auf die Stufe 1 zurückgesetzt. Entwarnung!

Sirene heult auf

"Ich dachte schon, als ich die Sirene hörte, es gäbe wieder bei uns Wasser in den Kellern", so Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) besorgt. Die Feuerwehr musste aber nach Hallerndorf zu einem Dachstuhlbrand ausrücken (siehe Seite 11).

"Aber bei uns sieht es ja gut aus", sagte Fischkal. Das Starkregen-Alarmierungssystem, für das sich die Bürger bei der Gemeinde seit Sommer 2018 kostenlos anmelden können, hatte Alarm für Adelsdorf ausgelöst. Neuhaus und Aisch waren nicht betroffen. Es funktionierte und die Hauseigentümer haben nach den letzten Starkregenereignissen "bestens vorgesorgt", stellt Fischkal fest.

Für das Frühwarn-Alarmsystem können sich alle Bürger der Gemeinde Adelsdorf anmelden. Infos hierzu gibt es im Internet unter www.starkregenalarm.de/adelsdorf.