Ab sofort gibt es keine Ausreden mehr: Der VfL Frohnlach braucht jeden Punkt, wenn er im Rennen um einen Landesligaplatz für die Spielzeit 2018/2019 bleiben will. Unter der Woche hat die Konkurrenz im Tabellenkeller fleißig gepunktet.
In der Nordost-Gruppe empfängt der Tabellenletzte am Freitag (19 Uhr) im Nachbarderby den aktuellen Tabellenachten FC Lichtenfels, der vollkommen sorgenfrei ins Derby gehen kann. Die Lichtenfelser um die beiden Trainer Christian Goller und Alexander Grau könnten mit einem Sieg schon drei Spieltage vor Saisonende ihre Punktausbeute der vergangenen Saison übertreffen.
Der gastgebende VfL hat ganz andere Sorgen. Frohnlach benötigt unbedingt einen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Zwar überraschte die Mannschaft von Trainer Oliver Müller am vergangenen Samstag mit einem 1:1 beim Aufstiegsaspiranten ATSV Erlangen (2.), zuvor blieb man aber zu Hause gegen Mitterteich (5.) beim 1:3 und weniger überraschend auch beim Tabellenführer TSV Buch (1:4) punktlos. Daher stehen die Frohnlacher im Nachbarderby nun auch extrem unter Zugzwang. Nur ein Heimsieg hilft dem VfL im Kampf um die Nichtabstiegsplätze wirklich weiter, denn mit mittlerweile drei Zählern Rückstand auf den ersten Abstiegsrelegationsplatz 16, den der am Mittwoch gegen den TSV Sonnefeld siegreichen FSV Bayreuth einnimmt, und schon sieben Punkten auf den direkten Nichtabstiegsplatz 13 (Baiersdorf) droht dem VfL der Durchmarsch nach unten.


Durchmarsch nach unten droht

Nach dem letztjährigen Abstieg aus der Bayernliga ist der Gang in die Bezirksliga nicht mehr weit. Ein Grund dafür liegt in der Abwehr. Bei 73 Gegentoren hat der VfL nach dem FSV Bareuth (74) die schlechteste Quote der Liga. Dem stehen nur 42 eigenen Treffer gegenüber.
Mut macht allerdings das Hinspiel, denn immerhin gewann der VfL im Karl-Fleschütz-Stadion mit 3:1. "Es wird schwieriger als im Hinspiel, die Lichtenfelser wollen die Hinspielniederlage sicher wieder gutmachen. Aber wir wir sind zu Hause, da sind wir prinzipiell stärker - und wir brauchen die Punkte unbedingt, deshalb hoffe ich natürlich auch im Rückspiel auf einen Dreier", sagt VfL-Cheftrainer Oliver Müller.