Bestens aufgestellt präsentierte sich die Rödentaler BRK-Bereitschaft bei ihrer Hauptversammlung. Nicht nur, dass die Mitglieder im vergangenen Jahr bei 459 Diensten direkt oder indirekt für die Allgemeinheit tätig waren und dabei 12 700 Arbeitsstunden festgehalten wurden, sondern auch bei 93 Ausbildung- und Unterrichtseinheiten mit 1090 Stunden alles dafür taten, dass sich die Bevölkerung auf die Bereitschaft verlassen kann. Der Bogen der Lehrgänge spannte sich hierbei von der Reanimation über den Umgang mit dem Spine-Board, einer Trageeinrichtung bei Wirbelsäulenverletzungen, bis hin zum Umgang mit dem Rebel-Set (Rettungsdienst-Einsätze bei besonderen Einsatzlagen) und dem Digitalfunk, berichtete Bereitschaftsleiter André Klink. Weiter ließ der Bereitschaftsleiter die 41 Sanitätsdienste und neun Einsätze der Schnelleinsatzgruppe Revue passieren. Ein bedeutsames Ereignis sei die Überführung des neuen Gerätewagens "Sanität" aus Mundersbach (Hessen) nach Rödental gewesen. "Offiziell wird das Fahrzeug in der ersten Jahreshälfte 2018 in Dienst gestellt", erläuterte André Klink.


Blutspenden gut besucht

Auf Kreisebene leiteten die Helfer aus Rödental 23 Kurse in Erster Hilfe, 96 Theorie- und Fahrschulunterrichte für die Helferführerscheinausbildung sowie diverse Einheiten in der Sanitätsausbildung. Erfreut konnte Klink feststellen, dass bei den sechs durchgeführten Blutspendeterminen 1547 Bürger und damit 105 Spender (8,1 Prozent) mehr begrüßt werden konnten als im Jahr 2016.
Auch wenn im vergangenen Jahr wenige bis keine Flüchtlinge nach Rödental kamen, hieß das für die Rödentaler Bereitschaft nicht, dass man die Hände in den Schoß legen konnte. Die Mitglieder führten Möbeltransporte durch, halfen beim Auf- und Abbau und waren überregional Ansprechpartner bei der Beschaffung von Winterbekleidung für Kleinkinder und Jugendliche.
Wie alle Bereitschaften ist auch die Rödentaler Gruppe gezwungen, die für ihre Arbeit notwendigen finanziellen Mittels selbst zu beschaffen. Insgesamt wurden hierfür 720 Arbeitsstunden investiert. André Klink versäumte es nicht, sich bei den Sponsoren und Spendern zu bedanken, die dafür Sorge trügen, dass die BRK-Bereitschaft ihrer ehrenamtlichen Aufgabe nachkommen könne. Klink: "Auch in der Zukunft werden wir auf die Unterstützung der örtlichen Unternehmen und der Bevölkerung angewiesen sein und sind für jede Hilfe dankbar."


Mitgliederzahl gestiegen

Dass in Rödental eine äußerst rege Jugendgruppe tätig ist, war den Ausführungen von André Klink ebenfalls zu entnehmen. Die Jugendlichen leisteten bei 32 Diensten 670 Arbeitsstunden. Enorm sei der Zusammenhalt innerhalb der Bereitschaft. "Dies kann auch der umfassenden Kameradschaftspflege zugeschrieben werden, die einen wichtigen Platz im Leben der BRK-Bereitschaft einnimmt", sagte André Klink. Weiter berichtete er, dass die Bereitschaft 89 Mitglieder habe, damit zwei mehr als 2016. 65 von ihnen seien aktiv dabei, das freue ihn.


Bald ist Jubiläum

Für ein großes Ereignis wird jetzt schon geplant. Am 15. September soll das Fest zum 125-jährigen Bestehen der Bereitschaft gefeiert werden. Aus Anlass des Jubiläums wurde ein Modell des ersten Sanitätsdepots, das 1910 errichtet und 1977 abgerissen wurde, in Auftrag geben. Jetzt konnte es der Bereitschaft offiziell übergeben werden.
Respekt für den ehrenamtlichen Einsatz zollten der Bereitschaft Bürgermeister Marco Steiner, der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand und Kreisgeschäftsführer Juergen Beninga der BRK-Bereitschaft Rödental.


Ärzte im Ruhestand

Abschied galt es von den Bereitschaftsärzten Margrit und Lothar Hollenz zu nehmen, die sich nach 37 Berufsjahren in den Ruhestand zurückziehen. Wie zu erfahren war, wird deren Praxis durch eine Nachfolgerin weitergeführt. André Klink kommentierte dies mit den Worten: "Es tut gut zu wissen, dass Gutes in gute Hände gegeben wird." Michael Stelzner