In Hirschaid fand die Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler im Landkreis Bamberg für den bayerischen Landtag und den oberfränkischen Bezirkstag statt. Mit knapp 63 Prozent der Stimmen wurde Verena Scheer zur Direktkandidatin für den Landtag nominiert. Für das Direktmandat bei den Bezirkswahlen setzt die Kreisvereinigung der Freien Wähler auf Stefan Kabitz.
In ihrer Antrittsrede setzte die gebürtige Stegauracherin Scheer bereits erste Schwerpunkte für den anstehenden Landtagswahlkampf. Besonders die Bereiche Bildung, Schulbetreuung und Förderung von Kindern an den Schulen sind ihre zentralen Themen, heißt es in der Mitteilung der Freien Wähler. Verena Scheer profitiere dabei von ihrer pädagogischen Ausbildung und ihrer täglichen Arbeit als Lehrerin. "Unbesetzte Lehrerstellen und der daraus resultierende Ausfall von Unterrichtstunden führen zu einem Bildungsdefizit bei den Schülern und es muss schnellstens entgegengesteuert werden. Die Bildungschancen sollten für alle gleich sein und müssen durch zusätzliche Betreuungsangebote an den Schulen verbessert werden", so Scheer.
Als stellvertretende Dirigentin des Musikvereins Mühlendorf übernimmt Verena Scheer auch ehrenamtliche Verantwortung und kenne daher außerdem die schwieriger werdende Situation in Vereinen. Die Bürokratie mache es den Vereinen immer schwerer, ein aktives Vereinsleben zu gestalten. Wenn es nach der Kandidatin gehe, müsse hier die Politik für die notwendigen Änderungen sorgen.
Der Zapfendorfer Stefan Kabitz (57) bringt 17 Jahre kommmunalpolitische Erfahrung mit und will mehr Transparenz in die Arbeit und Aufgaben des Bezirktags bringen. Wenn es nach ihm gehe, müsse das Geld des Bezirks wieder mehr bei den Bürgern ankommen und allen müsse klargemacht werden, wohin die Gelder fließen. "Der Haushalt des Bezirks hat für 2018 ein geplantes Volumen von 436 Millionen Euro und hier gilt es genauer hinzusehen", so Kabitz. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, will der langjährige Vorsitzende der Bürgerinitiative "Das bessere Bahnkonzept" sein gutes regionales und überregionales Netzwerk nutzen. red