Mit Blick auf die Pilgerwanderreise auf dem Franziskusweg von Florenz bis Assisi Ende Juli hatte das Pilgerbüro Marienweiher alle Interessierten zu einem Infoabend eingeladen. Als Referenten konnte Leiterin Hannelore Klier Hans-Kurt Hohenberger gewinnen, der von Enchenreuth aus den Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela in Etappen zurückgelegt hatte.

200 Kilometer in zehn Tagen auf dem Franziskusweg seien zwar kein Vergleich zum Jakobsweg, aber die Erfahrungen eines Profis in Sachen Routenplanung und Ausrüstung könnten sehr hilfreich sein, so Klier. Verbindliche Anmeldungen würden noch bis Christi Himmelfahrt angenommen.

Hohenberger beschrieb seinen Fußmarsch von Genf über Le Puy en Valay bis zu den Pyrenäen. Seine Begeisterung von der Schönheit und Intensität des Weges war in jedem Wort zu spüren. So schilderte er viele bewegende Erlebnisse und Begegnungen, berichtete aber auch von Tränen, Anstrengung und Unvorhersehbarem. Grundsätzlich könne trotz bester Vorbereitung vieles schiefgehen, sagte er.

Wer in einer Gruppe starte, müsse stets Rücksicht auf das schwächste Glied im Team nehmen. Er selbst sei alleine unterwegs gewesen. Die Herbergen und Unterkünfte am Weg würde ein Cluburlauber sicher nie in Anspruch nehmen.

Interessant war zu erfahren, was ein Pilger so alles im Gepäck hat. Hohenberger holte ein Stück nach dem anderen aus seinem Wanderrucksack. Zum Vorschein kamen T-Shirt und Hose, ein kleines Wasch-Set samt Wäscheseil, eine kleine Taschenlampe, ein Adapter fürs Handy oder ein Stock für die teils ausgewaschenen Wege. Zum Schluss zog er aus seinem 60 Liter fassenden Marschgepäck das Wichtigste heraus: Die Urkunde, die jeder Pilger am Ende seiner Tour in Santiago de Compostela erhält. op