Eigentlich hätte die Zentralveranstaltung zum diesjährigen Tag der Franken heute und morgen in Haßfurt stattfinden sollen. Doch coronabedingt wurde sie abgesagt. Der Tag der Franken selber war bereits am Donnerstag dieser Woche. Die Festlegung auf den 2. Juli hat einen historischen Hintergrund: Das war im Jahr 1500 der Gründungstag des Fränkischen Reichskreises.

Bereits vor der offiziellen Einführung durch den Bayerischen Landtag (2006) wurde 1999 auf Initiative stammesbewusster Franken erstmals der Tag der Franken begangen. Ab dem Folgejahr mit der "magischen Jahreszahl" 2000 beteiligte sich auch der Landkreis Kronach. Seither wird alljährlich vor dem Landratsamt die Spezialbeflaggung mit Franken-, Oberfranken- und Landkreisfahne vorgenommen.

Heuer war das allerdings ein bisschen anders: Da wegen der derzeitigen Baumaßnahmen die Fahnenmasten vor dem Landratsamt fehlen, hat Hausmeister Gerd Wohlrath die Fahne mit dem Fränkischen Rechen, der als Wappen des Frankenlandes gilt, am Baugerüst oberhalb des Haupteingangs befestigt.

Die Kulturregion Franken

Sinn dieser Art der Beteiligung am Tag der Franken ist es, die fränkische Identität, das Heimatbewusstsein und das Wir-Gefühl zu fördern. In letzter Zeit wird am Tag der Franken auch verstärkt ins Bewusstsein gerufen, dass die Kulturregion Franken weit über Ober-, Mittel- und Unterfranken hinausreicht. Neben dem benachbarten Südthüringen gehören Gebiete in Baden-Württemberg und kleinere Teile Hessens dazu. Die ostfränkischen Dialekte sind ein Wesensmerkmal dieser Kulturregion. red