In Pretzfeld gibt es ein Problem bei der Kinderbetreuung. Erster Bürgermeister Steffen Lipfert (FW) informierte den Marktgemeinderat , dass sich nach dem Anmeldeschluss für den Kinderhort ergeben habe, dass für derzeit 16 Grundschulkinder kein Betreuungsanspruch zugesichert werden könne. „Ein Brandbrief von besorgten Eltern (…) über die Unsicherheit im neuen Schuljahr macht das Defizit noch mal deutlich“, gab Lipfert an. Er habe sich mit der Hort-Leitung und dem Leiter der Arbeitsgemeinschaft (Arge) „Kindertagesstätten am Tor zur Fränkischen Schweiz“ getroffen, um nach Betreuungsmöglichkeiten zu suchen.

2013 hatte es bereits einen Engpass gegeben. Damals hatte die Marktgemeinde als Zwischenlösung beantragt, dass die Kapazität von 25 auf 34 erhöht werden solle. Das wurde vom Landratsamt genehmigt. Doch diese Erlaubnis läuft im August aus. Mittlerweile wurden mit der Fachaufsicht des Landratsamtes Forchheim einige Räumlichkeiten für die Grundschulbetreuung als Interimslösung besichtigt.

Doch nicht nur im Hort gibt es Engpässe. Pretzfelder Eltern mit Kleinkindern finden derzeit keinen Krippenplatz. Ebermannstadt zum Beispiel benötigt die Krippenplätze für die Kleinen der Stadt. „Die betroffenen Eltern wurden von der Krippe letzte Woche informiert. Drei Eltern haben sich bisher bei mir gemeldet und den Betreuungsbedarf für Kleinkinder angemeldet“, so Lipfert. Auch hier prüfe man Lösungsmöglichkeiten.

Der Bürgermeister erklärte, dass für die Betreuung nicht nur ein Gebäude benötigt würde, sondern dass pro Kind auch zehn Quadratmeter Spielfläche zur Verfügung gestellt werden müssen. „Damit kommt das Haus der Vereine nicht in Betracht“, meinte Lipfert.

Michael Singer (SPD/Ökologen) fragte nach dem Pfarrheim. Hierzu wollte Lipfert sich nicht äußern, denn es soll erst ein Gespräch mit Vertretern der Kirche geben. Es müssten auch erst Fragen zum Brandschutz geklärt werden.

Weiterhin trug der Bürgermeister vor, dass bei den Eltern der dringende Wunsch bestehe, das Konzept „ Kinderhort “ weiter zu behalten. Es solle ein Grundsatzbeschluss gefasst werden, womit eine offene Ganztagsschule nicht mehr infrage käme. Dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Spielplatz bleibt, wo er ist

Zuvor hatte sich das Gremium mit Eltern am Spielplatz in Wannbach getroffen, denn im Dezember hatten die Räte entschieden, dass neue Spielgeräte angeschafft werden sollten. Zudem war die Idee aufgekommen, den Spielplatz neben den Bolzplatz beim Festplatz zu verlegen. Allerdings gab es dazu keine einheitliche Meinung bei den Eltern . Und auch nicht im Gremium: Der Marktgemeinderat beschloss deshalb mit vier Gegenstimmen, den Spielplatz am bisherigen Standort zu belassen.

Zudem lag der Antrag auf Bezuschussung einer zusätzlichen Personalstelle für Integration im Kindergarten Sankt Franziskus erneut vor. Hier will der Träger keine weitere Person anstellen, sondern die Stundenanzahl einer Mitarbeiterin erhöhen. Dem stimmte das Gremium zu.