Starkregen sorgt immer öfter für Überschwemmungen . Um die Schäden durch die Wassermassen einzudämmen, sind konkrete Maßnahmen in Neunkirchen am Brand erforderlich. Die erklärt Bürgermeister Martin Walz ( CSU ) im Marktgemeinderat .

In einem Gespräch mit Hetzles und Dormitz wurde vereinbart, in den jeweiligen Gremien zu sondieren, inwieweit Bereitschaft besteht für eine Umsetzung des Hochwasserschutzkonzepts aus dem Jahr 2017. Nun haben die zwei Nachbargemeinden überraschend einen positiven Beschluss hierzu gefasst. „Jetzt ist es an uns, ebenfalls ein positives Signal zu geben“, sagte Walz.

Der Unterschied zwischen Hochwasser und Starkregen ist der, dass die größere Gefahr vom Starkregen ausgeht, gegen den man sehr wenig tun kann, da er plötzlich kommt. Walz erinnerte an den Starkregen 2012, als in kurzer Zeit Millionenschäden in der Gemeinde verursacht wurden; eine halbe Stunde später war wieder strahlender Sonnenschein.

Wenn von Hetzles das Wasser kommt und durch Neunkirchen fließt, dann hört in Dormitz der Spaß auf. Das Gemeindeoberhaupt führte aus: „Wir müssen rund um Baad mit einer Regenrückhaltung und in Dormitz den Durchfluss erhöhen. Wenn wir etwas lösen wollen, dann interkommunal.“ Der Hochwasserschutz in den drei Gemeinden habe nur ein Ziel, die Bürger vor Überflutungen zu schützen. Die Bürger müssten auch dazu verpflichtet werden, präventiv vorzusorgen.

Klar sei, dass Dormitz und Neunkirchen die Hauptlast tragen. Alle drei Gemeinden müssten aber mitspielen. Die Umsetzung des integralen Hochwasserschutzkonzeptes für den Brandbach müsse das Ziel sein. „Beginnen sollten wir mit kleinen Maßnahmen und bis 2023 handlungsfähig werden“, erklärte Martin Walz. In Rödlas und Ermreuth habe man kein Problem mit Hochwasser , mehr Sorge bereiteten die dortigen Starkregenereignisse. In der Novembersitzung soll das Gremium in Neunkirchen eine klare Zustimmung zum Hochwasserschutz geben.

Im Zuge der weiteren Planung für den Neubau der Grundschule wurden die Kosten auf mögliche Einsparpotenziale von allen Fachplanern überprüft. Einige Einsparungen gebe es im Bereich Architektur – hier fallen die geplanten Trennwände im ersten und zweiten Obergeschoss weg – sowie bei der Elektrotechnik und den Außenleuchten . Wesentliche Einsparungen seien jedoch nicht erzielt worden, stellte Bürgermeister Walz fest. Die Gesamtkosten belaufen sich aktuell auf 32,4 Millionen Euro.

Sparpotenzial in der neuen Schule

Im Grundschulgremium waren die Einsparpotenziale durch das Architekturbüro Bayer vorgestellt worden. Die überarbeitete Kostenaufstellung führte in der Ratssitzung zu kontroversen Diskussionen. Bettina Wittmann (Grüne) wollte wissen, was auf die Gemeinde an Kosten zukomme. „Ich habe keinen Überblick, wenn ich das hier betrachte, was wir uns überhaupt leisten können“, meinte sie. „Wo kann man denn noch einsparen und welche Alternativen gibt es“, fragte Ute Löffler (ÜWG). Gebe es eventuell Einsparpotenzial beim Material? Florian Hofmann (FW) fragte nach den Kosten für die Versammlungsstätte, die in den Unterlagen nicht aufgeführt sei. Es würde schon genügen, wenn die Verwaltung diese als Schätzung vorgestellt hätte. „Wir haben versucht, den Prozess so transparent wie nur möglich zu halten“, antwortete Bürgermeister Walz. Der Gemeinderat habe die Verwaltung und die Fachplaner beauftragt, das Projekt nach Einsparpotenzialen zu durchforsten. „Das haben wir getan und jetzt vorgelegt. Es überrascht, dass wir dieselbe Diskussion nun wieder führen. Wir müssen endlich wissen, was wir wollen, und eine Entscheidung treffen“, mahnte Walz.

Der Marktgemeinderat beschloss dann einstimmig, bei der weiteren Bauplanung zur Bauausführung der Grundschule vorgeschlagene Einsparpotenziale umzusetzen. So wird anstatt der ursprünglichen Vollkostküche „Cook & Serve“ das Verpflegungssystem „Cook & Chill“ ausgeführt.

Die Lüftungsgeräte in den Klassenzimmern werden von bisher geplanten zwei Geräten mit einer Kapazität von 400 Kubikmetern auf ein Gerät reduziert. Die Zahl der geplanten Aktivboards wird von 28 auf 20 reduziert.