Die Diagnose „Parkinson“ ist für alle Betroffenen zunächst ein Schock: Morbus Parkinson ist eine voranschreitende Krankheit, unheilbar und mit mehr als sechs Millionen Betroffenen die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung der Welt.

Den Personen mit Parkinson stehen heute aber sehr wirksame Therapiemaßnahmen zur Verfügung, die, gerade in früheren Stadien der Krankheit, die Symptome in der Regel gut beherrschbar halten.

Dass Tischtennis Personen mit Parkinson auf vielfältige Art und Weise hilft, ist zwischenzeitlich sogar wissenschaftlich belegt. Führende Neurologen halten Tischtennis für den Idealsport bei Parkinson.

Der PingPongParkinson e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Tischtennis für jedermann mit Parkinson, völlig unabhängig von dem persönlichen Können, anzubieten. Der Verein möchte die ca. 450 000 in Deutschland von Parkinson-Betroffenen von den Sofas – und der häufigen Isolation – weg, hinein in die Sporthallen und unter die Menschen bringen.

Zu den bereits über 100 bundesweit eingerichteten PingPongParkinson-Stützpunkten gehört jetzt auch der Stützpunkt in Pinzberg . Er soll die Gemeinde Pinzberg und den Landkreis Forchheim abdecken.

Eine Heimat hat die neugegründete Gruppe beim DJK-TSV 1946 Pinzberg gefunden. Der dortige Abteilungsleiter Tischtennis , Andreas Lutz, war sofort Feuer und Flamme: „Man muss als Abteilung immer offen für Neues sein und darf keine Berührungsängste haben. Wir integrieren die PingPongParkinson-Gruppe in unseren Trainingsbetrieb, immer dienstags und freitags wird dort zu den Schlägern gegriffen. Hier ist es problemlos möglich, auch Anfänger gut an den Sport heranzuführen. Ohne großen Zwang kann man sich hier untereinander kennenlernen, dem Vereinsleben näherkommen und neue Kontakte knüpfen. Für uns ist wichtig, dass unsere Mitglieder Spaß am Tischtennis haben!“, so Lutz.

Auch der Regionsleiter Bayern von PingPongParkinson, Sven Trautner, ist froh, einen weiteren Standort in Bayern zu haben. „Es ist schön zu sehen, wie die Standorte sich vermehren. Trotz der schwierigen Corona-Situation, gelingt es uns, weitere Vereine auf unsere Seite zu ziehen. Ich bedanke mich recht herzlich beim DJK-TSV 1946 Pinzberg für die Unterstützung und wünsche dem Verein und seiner Gruppe viel Spaß und Erfolg.“

Jeder, der an Parkinson erkrankt ist, kann sich bei Sven Trautner melden und die individuellen Möglichkeiten besprechen (E-Mail an bayern@pingpongparkinson.de). „Egal ob Anfänger, so wie ich, oder Fortgeschrittener, jeder ist herzlich willkommen. Und selbst wenn es für Tischtennis nicht mehr reichen sollte, ist der gegenseitige Austausch unter den Betroffenen ein ganz wichtiger Baustein unserer Arbeit!“, so Trautner weiter.

Gerne kann man sich aber auch direkt beim DJK-TSV 1946 Pinzberg e. V. melden (E-Mail an ppp-pinzberg@t-online.de). red