Zum Bericht „Debatte um die Brötchentaste“ vom 28. März:
Wir kommen von Kunreuth regelmäßig einmal pro Woche „in die Stadt“ zum Einkaufen, Essen, Café, etc. Dabei parken wir meist in der Tiefgarage oder im Parkhaus , weil wir da nach dem Parken bezahlen und die Parkzeit nicht vorher festlegen müssen. Die Brötchentaste spielt dabei keine Rolle – sie ist halt da.
Über deren offensichtlich immense Bedeutung sind wir erst durch die große Aufmachung kürzlich im FT gestoßen. Irritiert hat uns dabei insbesondere die Aussage, Leute kämen auch wegen des billigen Parkens, speziell der kostenfreien halben Stunde, nach Forchheim .
Wenn diese paar Cent Einsparung den Besuch Forchheims und das Wohl und Wehe der Innenstadt(-Händler) ausmachen, dann gute Nacht Forchheim . Abgesehen davon soll die Brötchentaste ja in Tiefgarage und Parkhaus erhalten bleiben. Und wenn tatsächlich ein paar Autos weniger in der Innenstadt herumfahren, wäre das unseres Erachtens sogar wegen mehr Aufenthaltsqualität eher ein Gewinn für die Stadt, die Händler und vor allem die Gastronomie.
Was uns aber vor allem überrascht hat, ist die Summe von offenbar mehreren Hunderttausend Euro, mit der durch die Brötchentaste einseitig der Autoverkehr subventioniert wird. Angesichts der bekannt extrem angespannten Finanzsituation Forchheims und der fehlenden Mittel an vielen anderen Stellen (Schulen, Kindergärten etc.), ist das verantwortungslos.
Barbara Graßhäuser-Schütz
Georg Schütz
Kunreuth